Steckdosen-Parade: 16 Smart-Plugs im Überblick. ©digitalzimmer

Steckdosen-Parade: 17 Smart-Plugs im Überblick

Seite 2 der großen Übersicht mit Funksteckdosen. Hier geht es um:

… acht weitere Modelle von Amazon bis Gigaset gibt es auf Seite 1.


Ikea Trådfri-Steckdose
Die Tradfri-Steckdose von Ikea kommt offiziell erst 2020 nach Deutschland. ©digitalzimmer

Auf die Trådfri-Steckdose, funkgesteuert, müssen deutsche Ikea-Kunden noch warten. Sie soll hierzulande erst 2020 auf den Markt kommen. In Österreich gibt es sie bereits  – für schmale für 9,99 Euro. Damit gehört der Tradfri-Zwischenstecker zu den günstigsten Modellen überhaupt. Nicht einmal Billigversender aus China unterbieten diesen Preis. Vielleicht, weil Ikea auf alles verzichtet hat, was irgendwie entbehrlich ist. So gibt es keine Strommessfunktion und keinen Knopf zum Ein- und Ausschalten am Gerät –dafür aber eine hohe Leistung 3680 Watt.

Wie der Name sagt, gehört der Stecker zum Trådfri-System. Er lässt sich entweder per Funkfernbedienung oder über das Ikea-Gateway steuern. Im zweiten Fall stehen Timer für zeitgesteuerte Abläufe zur Verfügung. Allerdings bietet Tradfri von Haus aus keinen Fernzugriff. Wer unterwegs das Licht einschalten oder ein vergessenes Bügeleisen vom Netz trennen will, muss das Gateway mit Alexa oder dem Google Assistant verbinden. Oder er verwendet Apple HomeKit. Dort tauchen die Steckdosen des Tradfri-Gateways ebenfalls auf.

Abmessungen: ca. 5,3 x 10 x 3,2 cm
Angegebene Leistung: 3680 Watt
Verbrauchsmessung: nein
Funkstandard: Zigbee
Gateway nötig: ja (Trådfri-Gateway)
Sprachsteuerung: Amazon Alexa, Google Assistant, Siri
Hersteller-Link: Ikea-Webseite zum Trådfri-System


Itead Sonoff S20
Der Sonoff S20 zählt zu den günstigsten WLAN-Steckdosen auf dem Markt. ©digitalzimmer
Der Sonoff S20 zählt zu den günstigsten WLAN-Steckdosen auf dem Markt. ©digitalzimmer

Die Marke Sonoff ist Smarthome-Pionieren schon länger ein Begriff. Das chinesische Unternehmen Itead bietet unter diesem Namen WLAN-Schalmodule und -Steckdosen für kleines Geld an. Besonders populär: die WLAN-Steckdose S20. Sie erfreut sich bei Selbermachern einiger Beliebtheit, weil es die alternative Firmware Tasmota dafür gibt. Einmal aufgespielt befreit sie das Gerät von seiner Cloud-Verbindung und macht es bereit für die Verbindung mit Smart-Home-Systemen wie FHEM, ioBroker oder openHAB.

Weniger experimentierfreudige Menschen können den Sonoff S20 auch mit seiner eigenen App EWeLink über die Hersteller-Cloud steuern. Nach Erfahrungen im Digitalzimmer kommt es dabei vereinzelt zu Server-Ausfällen. Dann funktioniert die Steuerung per App oder Sprache nicht. Außerdem gibt es keine vollständig übersetzte Anleitung und keinen deutschen Vertrieb. Viele chinesische Anbieter versenden ihre Ware direkt aus Shanghai nach Europa – zu Preisen ab 5,50 Euro. Reklamationen oder Reparaturen können damit zum Problem werden. Außerdem dauert die Lieferung oft mehrere Wochen. Schneller geht es mit Händlern, die ein europäisches Lager bei Amazon unterhalten. Bei ihnen kostet der Sonoff S20 rund 18 Euro.

Abmessungen: ca. 6,2 x 11 x 4 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 2200 Watt
Verbrauchsmessung: nein
Funkstandard:
WLAN (2,4 GHz)
Gateway nötig: nein
Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant
Provisions-Link*: Itead Sonoff S20 bei Amazon kaufen


Koogeek P1EU Plug
Der WLAN-Stecker P1EU gehört zum HomeKit-Sortiment von Koogeek. ©digitalzimmer
Der WLAN-Stecker P1EU gehört zum HomeKit-Sortiment von Koogeek. ©digitalzimmer

Mit Produkten von Kookeek haben wir gemischte Erfahrungen gemacht. Die WLAN-Lampe LB 1 konnte nicht so recht überzeugen. Beim P1EU Plug sieht es anders aus. Der WLAN-Zwischenstecker für HomeKit verrichtet seit geraumer Zeit erfolgreich seinen Dienst. Er schaltet prompt und zuverlässig. Allerdings fiel er in der Vergangenheit durch Negativschlagzeilen auf: Laut Webseite der Pan-Europäischen Marktüberwachung ICSM hatte die Bundesnetzagentur im April 2018 ein Vertriebverbot für Deutschland verhängt. Der Eintrag im Online-Verzeichnis ist mittlerweile gelöscht. Ein komisches Gefühl bleibt aber trotzdem, weil der Koogeek nur als Direktimport aus China erhältlich ist. Auch alle Anbieter auf Amazon oder eBay sitzen dort. Die Preise liegen zwischen 30 und 35 Euro – zuzüglich Versandkosten.

Einrichtung und Bedienung gehen – wie bei Homekit-Produkten üblich – leicht von der Hand. Die Hersteller-App „Koogeek Home“ ist dazu gar nicht nötig. Sie bietet allerdings zusätzlich eine rudimentäre Energieverbrauchsmessung. Eine Verbindung mit Alexa und Google Assistant konnten wir bislang nicht erfolgreich herstellen, obwohl es dafür Einträge im Menü in der Koogeek-App gibt.

Abmessungen: ca. 6,5 x 6,5 x 5,3 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 2500 Watt
Verbrauchmessung: ja (in der Hersteller-App)
Funkstandard: WLAN (2,4 GHz)
Gateway nötig: ja (für HomeKit-Automationen)
Sprachsteuerung: Siri
Provisions-Link*: Koogeek Smart Plug bei Amazon kaufen


Osram Smart+ Plug
Der Zigbee-Stecker von Osram funktioniert an Gateways verschiedener Hersteller. @digitalzimmer
Der Zigbee-Stecker von Osram funktioniert an verschiedenen Gateways. @digitalzimmer

Als Zigbee-Stecker arbeitet der Osram-Plug mit Funkzentralen aller möglichen Hersteller zusammen. Er lässt sich an einem Amazon Echo Plus genauso anmelden wie an einer Hue-Bridge oder dem Gateway von Osram Lightify. Eine Qivcon-Basis für Magenta Smarthome akzeptiert ihn ebenfalls. Und Homee funktioniert, sobald ein Zigbee-Würfel auf dem Brain Cube die Verbindung herstellt. Danach übernimmt die App des jeweiligen Gateways die Steuerung und bestimmt den Funktionsumfang.

Die kompakte Form macht den Osram-Zwischenstecker vielseitig einsetzbar. Er arbeitet zuverlässig und ist wegen seines günstigen Preises beliebt. In manchen Online-Shops wird er bereits für 20 Euro oder weniger angeboten. Nicht zu verwechseln: Ergänzend zum Zigbee-Modell mit grauer Front (Bild oben) bietet Hersteller Ledvance auch einen komplett weißen Zwischenstecker an. Er verwendet Bluetooth als Funkstandard und ist für den Einsatz mit Apple HomeKit gedacht. Mehr dazu hier.

Abmessungen: ca. 6 x 6 x 4,8 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 3680 Watt
Verbrauchsmessung: nein
Funkstandard: Zigbee oder Bluetooth
Gateway nötig: ja
Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant (Zigbee), Siri (Bluetooth)
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Parce Plus
Der WLAN-Zwischenstecker von Parce unterstützt HomeKit und Alexa. ©digitalzimmer
Der WLAN-Zwischenstecker von Parce unterstützt HomeKit und Alexa. ©digitalzimmer

Der Parce Plus hatte als erste WLAN-Steckdose für HomeKit in Deutschland einen schlechten Start. Hersteller Parce musste das Produkt kurz nach der Einführung im August 2016 wegen Sicherheitsmängeln vom Markt nehmen. Bis zur Neuauflage im März 2018 dauerte es über ein Jahr. In dieser Zeit hat Parce seine Produktion nach Deutschland verlagert. Der Zwischenstecker wird nun komplett in der Bundesrepublik gefertigt und auch hier zertifiziert. Die Server der Parce-Cloud, die zum Betrieb der eigenen App mit Verbrauchsmessung dienen, stehen ebenfalls in hier. Das schafft zusätzliches Vertrauen in die Betriebs- und Datensicherheit des Produkts. Allerdings schlägt sich das Konzept „Made in Germany“ auch auf den Preis nieder: Rund 55 Euro kostet die WLAN-Funksteckdose im Webshop des Herstellers.

Abmessungen: ca. 6,5 Ø x 4,5 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 3500 Watt
Verbrauchsmessung: ja
Funkstandard: WLAN (2,4 GHz)
Gateway nötig: nein (ja für HomeKit-Automatisierungen)
Sprachsteuerung: Alexa, Siri
Hersteller-Link: Webseite zum Parce Plus


Philips Hue Smart Plug
Mit dem Smart Plug hat das Hue-System jetzt einen eigenen Zwischenstecker. ©digitalzimmer

Seit Kurzem hat das Lichtsystem Philips Hue seinen eigenen Zwischenstecker. Er kostet rund 30 Euro und wird wie die Lampen an einer Hue-Bridge angemeldet. Allerdings funktioniert der Plug auch ohne Bridge, nur mit dem Smartphone. Grund: Wie allen neuen Hue-Produkten hat der Hersteller ihm Bluetooth als zweiten Funkstandard spendiert (mehr dazu hier). So genügt Einsteigern eine App, um ihre Steckdose zu steuern. Bei Bedarf lässt sich der Plug aber jederzeit auf eine Zigbee-Zentrale umziehen. Dafür kommen neben der Hue-Bridge auch Basisstationen anderer Systeme wie Innr oder SmartFriends (Paulmann) in Frage.

Weiterer Unterschied zum günstigeren Pendant von Osram: Die Hue-Bridge reicht den Funkstecker an Apple HomeKit weiter. Dort steht er für Automationen in der herstellerübergreifenden Haussteuerung zur Verfügung. Mit anderen Funk-Zwischensteckern an einer Hue-Zentrale geht das normalerweise nicht.

Abmessungen: ca. 5,1 x 5,1 x 8,4 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 2300 Watt
Verbrauchsmessung: nein
Funkstandard: Zigbee + Bluetooth
Gateway nötig: ja (Zigbee) + nein (Bluetooth)
Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant, Siri
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TP-Link HS110
Die WLAN-Steckdose ist Teil des Smart-Home-Sortiments Kasa von TP-Link. ©digitalzimmer
Die WLAN-Steckdose ist Teil des Smart-Home-Sortiments Kasa von TP-Link. ©digitalzimmer

Der WLAN-Zwischenstecker HS110 gehört zum Smarthome-Sortiment von TP-Link. Er kostet knapp 30 Euro und ist eines von zwei Modellen. Vom günstigeren HS100 (25 Euro) unterscheidet ihn die zusätzliche Stromverbrauchsmessung. Ansonsten gleichen sich beide wie ein Ei dem anderen. Die ovale Form erinnert ein wenig an den Smart Plug von D-Link, ist aber weniger ausladend.

Einrichtung und Programmierung übernimmt die App Kasa. Es ist dieselbe, die auch für WLAN-Lampen von TP-Link zuständig ist. Mit ihr lassen sich Steckdosen zu bestimmten Zeiten ein- und ausschalten. Individuelle oder sich wiederholende Timer für Wochentage sind ebenfalls möglich. Die sogenannte „Away“-Funktion definiert Zeitfenster, in denen der Zwischenstecker zufällig schaltet, um die Anwesenheit von Bewohnern vorzutäuschen. Als dritte Möglichkeit gibt es den Sonnenauf- und -untergang als Auslöser. Im Unterschied zu anderen Herstellern wie AVM lässt sich dabei kein zeitlicher Versatz einstellen, also beispielsweise „30 Minuten vor Sonnenuntergang“. Die Steckdose schaltet immer genau zum astronomischen Ereignis im Sonnenkalender.

Abmessungen: ca. 6 x 10 x 3,8 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 3680 Watt
Verbrauchsmessung: ja
Funkstandard: WLAN (2,4 GHz)
Gateway nötig: nein
Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant
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Vocolinc PM5
Die HomeKit-Steckdose wartet mit USB-Ladebuchsen und LED-Nachtlicht auf. ©digitalzimmer
Die HomeKit-Steckdose wartet mit USB-Ladebuchsen und LED-Nachtlicht auf. ©digitalzimmer

Unter den Zwischensteckern in in diesem Vergleich nimmt der Vocolinc PM5 aus China eine Sonderrolle ein. Sein großes Gehäuse vereint drei Funktionen in einem Gerät: WLAN-Steckdose, LED-Nachtlicht und zwei USB-Buchsen zum Laden von Smartphone oder Tablet. Die beiden USB-Ports mit zusammen 2,4 Ampere Leistung sind nicht schaltbar. Sie führen immer Strom, sobald der Plug in einer Steckdose sitzt. Licht und 230-Volt-Steckdose stehen nach der Installation getrennt voneinander zur Verfügung. Sie lassen sich wie eine Lampe und eine Steckdose separat schalten. Das weiße Licht der nach unten abstrahlenden LED ist sogar dimmbar.

Pluspunkt für Apple-Nutzer: Die PM5 unterstützt HomeKit. Wer auf dem iPhone statt Apples Home-App das Programm LinkWise von Vocilinc nutzt, bekommt auch noch eine Verbrauchsanzeige. In anderen HomeKit-Apps erscheinen diese Messwerte nicht, weil sie der Hersteller wohl nicht ordnungsgemäß an die iCloud übergibt. Auch um die Sprachsteuerung mit Alexa oder Google Assistant zu aktivieren, ist LinkWise nötig. Die Hersteller-App stellt den Kontakt zwischen einem dafür anzulegenden Vocolinc-Konto und den Sprachservern von Amazon oder Google her.

Abmessungen: ca. 7 x 11,5 x 4 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 2300 Watt
Verbrauchsmessung: ja
Funkstandard: WLAN (2,4 GHz)
Gateway nötig: ja (für HomeKit-Automationen)
Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant, Siri
Provisions-Link*: Vocolinc PM5 bei Amazon kaufen


Wemo Insight Switch
Der Wemo Insight Switch von Belkin ist bereits seit 2014 auf dem Mark. ©digitalzimmer
Der Wemo Insight Switch von Belkin ist bereits seit 2014 auf dem Mark. ©digitalzimmer

Rund vier Jahre hat der Wemo Insight Switch im Digitalzimmer bereits auf dem Buckel und zählt damit zu den dienstältesten Smart Plugs dieser Steckdosen-Parade. Er funktioniert immer noch, musste allerdings schon das eine oder andere Mal auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, weil er nach längerem Ausstecken keine Verbindung zum WLAN mehr bekam.

Der Funktionsumfang mit Sprachsteuerung, IFTTT und der aufgeräumten Wemo-App kann sich sehen lassen. Allerdings gehört die Belkin-Steckdose auch zu den kostspieligen Exemplaren. Für weniger als 50 Euro ist sie kaum zu bekommen. Außerdem scheint dem US-Hersteller der Markt in Deutschland ziemlich egal zu sein. Während das Angebot in Übersee wächst und gedeiht – dort gibt es neben Lichtschalter und Dimmer auch einen ultrakompakten Mini-Plug – schrumpft es hierzulande eher. Auch die HomeKit-Bridge zur Integration von Wemo-Produkten in die Apple-Haussteuerung ist in Deutschland bislang nicht erhältlich.

Abmessungen: ca. 7 x 10 x 4 cm (ohne Stecker)
Angegebene Leistung: 3680 Watt
Verbrauchsmessung: ja
Funkstandard: WLAN (2,4 GHz)
Gateway nötig: nein
Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant
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