Öffnungskontakt am Briefkasten: Die Post ist da. ©digitalzimmer

Die Post ist da: Funk-Sensor am Briefkasten

Ein Funksensor kann unnötige Wege zum Briefkasten ersparen. Er registriert, wenn die Klappe geöffnet wird und benachrichtigt die Bewohner, dass der Postbote da war. In Gegenden, wo die Zusteller unregelmäßig kommen, oder für Haushalte mit wenig Briefpost ist das eine smarte Lösung. Unser Tipp des Tages zeigt, wie’s geht.

Wenig Aufwand: die Fritzbox mit Tür-/Fensterkontakt

Wie so oft lässt sich das Ziel auf verschiedenen Wegen erreichen. Der einfachste: ein Smarthome-Router, der drahtlose Sensoren von Haus aus unterstützt. Die Fritzbox von AVM etwa arbeitet seit einiger Zeit mit Tür- und Fensterkontakten mehrerer Hersteller zusammen. Nach den Erfahrungen im Digitalzimmer funktionieren Modelle der Telekom und von Panasonic sehr gut. Sie lassen sich als Briefkasten-Sensor zweckentfremden und werden dazu hinter der Klappe am Briefschlitz montiert. Wo und wie genau, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und vom Sensortyp ab.

Eine Fritzbox mit FritzOS 7 schickt Push-E-Mails, wenn der Briefkasten geöffnet wird. ©digitalzimmer
Eine Fritzbox mit FritzOS 7 schickt Push-E-Mails, wenn der Briefschlitz geöffnet wird.

Ein Smarthome-System mit eigener Zentrale erfüllt denselben Zweck. Hier funkt der Sensor seine Basis an. Eine programmierte Regel oder Automation sorgt dann für die Benachrichtigung. Im Bild oben auf dieser Seite ist beispielsweise ein Bewegungsmelder von Devolo Home Control im Briefkasten montiert.

Der Auslöser: ein optischer oder magnetischer Sensor

Optische Sensoren sind kompakt und arbeiten mit einer Fotozelle. Sie reagieren auf Bewegung vor ihrem Sensorfenster, weshalb sie kein Gegenstück benötigen. Das spart Platz im Briefkasten, verlangt aber etwas Herumexperimentieren bei der Suche nach dem richtigen Montageort. Am besten einen Tesa Powerstrip oder ein ähnliches, leicht lösbares Klebemittel zur Befestigung verwenden. Dann sind nachträgliche Positionsänderungen jederzeit möglich.

Optische Tür-/Fensterkontakte sind einzeilig und daher sehr kompakt. ©digitalzimmer
Optische Tür-/Fensterkontakte sind einzeilig und daher sehr kompakt. ©digitalzimmer

Magnetische Sensoren bestehen aus zwei Teilen. Das größere Element enthält die Batterie und wird im Briefkasten unter dem Einwurf montiert. Das kleine Gegenstück kommt innen an die Klappe – und zwar so, dass es in geschlossenem Zustand direkt über dem Batteriemodul schwebt. Ein Öffnen des Briefschlitzes trennt dann die Magnetverbindung und löst den Alarm aus.

Magnetische Tür-/Fensterkontakte bestehen immer aus zwei Teilen. ©digitalzimmer
Magnetische Tür-/Fensterkontakte bestehen immer aus zwei Teilen. ©digitalzimmer 
Wichtig: Ein Funksystem mit hoher Reichweite wählen

Für einen zuverlässigen Betrieb ebenfalls wichtig ist der Funkstandard. Da in Ein- und Mehrfamilienhäusern oft mehrere Stockwerke oder der Weg bis ans Gartentor zur überbrücken sind, kommt es auf gute Reichweite an. Bei sehr großen Entfernungen oder Briefkästen aus Metall funktioniert es unter Umständen auch gar nicht. Da hilft nur ausprobieren. DECT ULE aber auch Z-Wave oder Zigbee eignen sich prinzipiell besser als Blueooth. Wer Bluetooth-Sensoren wie den Eve Door zusammen mit Homekit einsetzen will, sollte eine HomeKit-Zentrale in der Nähe des Briefkastens vorsehen. Smarthome-Systeme wie Devolo Home Control, Homee, Homematic & Co. kommen auch mit größeren Entfernungen zurecht.

Darüber hinaus bieten sie noch mehr Benachrichtigungsfunktionen als nur die Push-Nachricht aufs Handy. So kann etwa eine Lampe in der Wohnung aufleuchten, wenn neue Post im Briefkasten liegt.

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2 Gedanken zu „Die Post ist da: Funk-Sensor am Briefkasten“

  1. Hallo, ich habe mir wie im Artikel beschrieben den Magenta SmartHome Tür-/Fensterkontakt bestellt, ihn auch in meine Fritz Box einbinden können, bringe den Kontakt aber nicht zum Schalten.
    Die Fotozelle müsste doch eigentlich sofort bei Bewegung ansprechen und mir eine Push-Nachricht senden, oder ?
    Danke für einen Hinweis
    Dietmar Tillmann

    1. Funktioniert denn der Versand der Push-Nachricht grunsätzlich, wenn der Sensor z.B. an einer Tür angebracht ist? Wenn nicht, stimmt vielleicht mit den Push-Einstellungen der Fritzbox etwas nicht.

      Wenn der Sensor dort funktioniert, liegt es wahrscheinlich an der Montage im Briefkasten. Wie im Text beschrieben, ist bei optischen Sensoren etwas Herumexperimentieren nötig, um die richtige Position zu finden. Magnetkontakte sind da unkomolizierter. Viel Erfolg!

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