Hue-Generation 1 bis 6 – das sind die Unterschiede

Seit der Markteinführung hat Philips sein Hue-System ständig weiterentwickelt – mit neuen Produkten und Funktionen wie HomeKit oder Sprachsteuerung. Wer von Anfang an dabei ist, weiß: Auch die Leuchtmittel haben sich in dieser Zeit verändert. So folgte 2015 auf den ersten, lichtschwachen LED-Streifen der Lightstrip Plus mit 1600 Lumen. Im selben Jahr wurde das Weißlicht-Modell Hue Lux eingestellt und durch die preiswertere Hue White ersetzt. Wenig später kam die Hue white ambiance mit Weißabgleich.

Eine Lampe, sechs Generationen, sieben Ausführungen

Kein Leuchtmittel hat aber so viele Veränderungen hinter sich wie die klassische Hue-Farblampe mit E27-Gewinde. Sie ist mittlerweile in der sechsten Generation mit verschiedenen Leuchtstärken erschienen. Die Urversion gab es sogar in zwei Gehäuseausführungen: Silber und Perlmuttweiß (siehe unten).



Auf den ersten Blick sind alle Varianten gleich, haben dieselbe charakteristische Tulpenform. Beim Nachmessen fällt auf, dass die Gehäuseabmessungen im Laufe der Zeit geschrumpft sind. Es handelt sich aber nur um wenige Millimeter, die mit bloßem Auge kaum auffallen. Lediglich die stärkste, bis zu 1600 Lumen helle Ausführung, ist an einem zwei Zentimeter größeren Korpus zu erkennen.

Auch sonst gibt es Unterschiede in der Leistung. Wer seine Leuchtmittel online bestellt, sollte die Versionen kennen. Denn viele Shops geben die Lampen-Generation nicht an. Vor allem in der gegenwärtigen Übergangsphase zur sechsten Generation sind die E27-Modelle mit 806 und 1100 Lumen leicht zu verwechseln. So entpuppt sich manches Sonderangebot als Ladehüter. Im Folgenden stelle ich die einzelnen Varianten vor und zeige, woran man sie erkennt.


1. Generation (2012) – Aufdruck: Philips
Die erste Generation Hue-Lampen gab es in zwei Gehäusefarben: Silber und Perlmutt. ©digitalazimmer
Die erste Generation Hue-Lampen gab es in zwei Gehäusefarben: Silber und Perlmutt.

Bauform: A60 (E27-Gewinde)
Typenbezeichnung:
LCT001
Leistungsaufnahme: 8,5 Watt, 85mA
Helligkeit: 600 Lumen
Aufschrift: Philips
Schaft:
 Metall + Kunststoff, Silber / Perlmuttweiß
Kuppel: Glas
Gewicht: 130 Gramm / 118 Gramm

Das Urmodell der Hue-Lampe hatte einen silbernen Schaft und war mit 130 Gramm Gewicht das solideste von allen. Im Laufe der Produktion hat Philips abspeckt (118 Gramm) und den massiven Metallkorpus durch ein Kunststoffgehäuse mit perlmuttfarbener Metallauflage ersetzt. Beide Ausführungen waren nicht besonders hell: Ihre Leuchtkraft von 600 Lumen entsprach rein rechnerisch einer Glühlampe mit 50 Watt. Außerdem gab es Defizite in der Farbwiedergabe: Blautöne waren ins Violett verschoben, Grün erschien gelb, Türkis konnten die Lampen so gut wie gar nicht darstellen.


2. Generation (2015) – Aufdruck: hue white and color
Mit der zweiten Generation stieg die Leuchtgraft von 600 auf 806 Lumen. ©digitalzimmer
Mit der zweiten Generation stieg die Leuchtkraft von 600 auf 806 Lumen. ©digitalzimmer

Bauform: A60 (E27-Gewinde)
Typenbezeichnung:
LCT007
Leistungsaufnahme: 10 Watt, 80mA
Helligkeit: 806 Lumen
Aufschrift: Philips Hue white and color (dunkelgrau)
Schaft:
 Metall + Kunststoff, Perlmuttweiß
Kuppel: Glas
Gewicht: 117 Gramm

Mit der zweiten Generation stieg die Lichtausbeute auf 806 Lumen, was einer 60-Watt-Glühlampe entspricht. Dieser Wert wurde bis heute beibehalten. Gleichzeitig kletterte der Energieverbrauch von 8,5 auf 10 Watt. Weiteres Erkennungsmerkmal: Die Bezeichnung Hue white and color in anthrazitfarbener Schrift. Die Lampen lassen sich etwas weiter herunterdimmen als die erste Generation, zeigen aber immer noch Defizite bei Blau- und Grüntönen. Wer sie für Hue Entertainment nutzen will, bekommt eine Warnung in der App, dass die Leuchtmittel für diesen Zweck „nicht empfohlen“ sind.


3. Generation (2016) – Aufdruck: hue white and color
Die dritte Lampen-Generation brachte kräftigere Blau- und Grüntöne. ©digitalzimmer
Die dritte Lampen-Generation brachte kräftigere Blau- und Grüntöne. ©digitalzimmer

Bauform: A60 (E27-Gewinde)
Typenbezeichnung: LCT010
Leistungsaufnahme: 10 Watt, 70mA
Helligkeit: 806 Lumen
Aufschrift: Philips Hue white and color (bronzefarben)
Schaft: Kunststoff, weiß
Kuppel: Kunststoff
Gewicht: 131 Gramm

An Gewicht hat die dritte Generation wieder etwas zugelegt. Helligkeit und Leistungsabnahme sind gleich geblieben – bei nochmal reduziertem Betriebsstrom (70 Milliampere). Wesentliche Neuerung ist jedoch die bessere Farbwiedergabe. Zum ersten Mal können die E27-Hue-Lampen ein kühles Blau und sattes Türkis wiedergeben. Auch Flaschengrün wird nicht mehr ins Gelbe verschoben. Damit eignet sich die dritte Generation in vollem Umfang für Hue Entertainment und kann mit der Farbqualität des Lightstrip Plus mithalten. Zu erkennen ist der Fortschritt auch an einem grünen Emblem auf der Verpackung. Es trägt die Aufschrift „Richer Colors“.


4. Generation (2018) – Aufdruck: hue white and color
Die aktuelle Hue-Generation ist deutlich leichter als ihre Vorgänger. ©digitalzimmer
Die vierte Hue-Generation ist deutlich leichter als ihre Vorgänger. ©digitalzimmer

Bauform: A60 (E27-Gewinde)
Typenbezeichnung: LCT014/LCT015/LCT016
Leistungsaufnahme: 9,5 Watt, 65mA
Helligkeit: 806 Lumen,
Aufschrift: Philips Hue white and color (bronzefarben)
Schaft: Kunststoff, weiß
Kuppel: Kunststoff
Gewicht: 72 Gramm

Die vierte Version der E27-Lampe kam Anfang 2018 auf den Markt. Sie ist äußerlich an ihrem weißen Ring um den Gewindefuß zu erkennen. Bisher war dieser Isolator immer Schwarz. Außerdem ist der Übergang zwischen Gewinde und Kunststoffschaft abgerundet, bei den Vorgängern gab es hier eine harte Kante. Wer die vierte Generation in die Hand nimmt, dem fällt sofort das geringe Gewicht auf. Mit 72 Gramm ist die Lampe deutlich leichter geworden. Sie fühlt sich nicht mehr so solide an. Durch optimierte Bauteile konnte Philips offenbar Masse einsparen und braucht weniger Kühlkörper. Dafür spricht auch der gesunkene Energieverbrauch. Er ging wieder um ein halbes Watt auf 9,5W zurück, der Betriebsstrom schrumpfte nochmals, auf nun 65 mA.  Helligkeit und Farbqualität sind gleich geblieben. Auch die aktuelle Version trägt das Logo „Richer Colors“ auf der Verpackung.


5. Generation (2019) – Aufdruck: hue white and color
Die erste Lampengeneration, die Zigbee auch Bluetooth unterstützt. ©digitalzimmer

Bauform: A60 (E27-Gewinde)
Typenbezeichnung: LCA001
Leistungsaufnahme: 9 Watt, 60mA
Helligkeit: 806 Lumen
Aufschrift: Philips Hue white and color (bronzefarben)
Schaft: Kunststoff, weiß
Kuppel: Kunststoff
Gewicht: 73 Gramm

Mit der vorletzten Generation erweiterte Hersteller Signify die Funktechnik seiner Hue-Lampen. Das E27-Modell – und schrittweise auch andere Leuchtmittel des Systems – bekamen Bluetooth als zweiten Funkstandard spendiert. Über eine neue App namens Philips Hue Bluetooth lassen sich Farbe und Helligkeit damit auch ohne Bridge vom Smartphone oder Tablet aus steuern. Zusätzlich funken die Lampen aber weiterhin per Zigbee. Wer alle Funktionen des Hue-Systems wie Fernzugriff oder Wandtaster nutzen will, kann sie wie bisher mit einer Hue-Bridge verbinden. Der nachträgliche Umzug von Bluetooth zur Bridge ist jederzeit möglich. Die Hue-App unterstützt ihn mit einer Import-Funktion. Erkennungsmerkmal ist – neben einem etwas geringeren Verbrauch von 9 Watt – das Bluetooth-Symbol am Schaft und auf der Verpackung.


6. Generation (2021) – hue white and color + Lumen-Zahl
Die jüngste Version gibt es in drei Leuchtstärken: 800, 1100 (BIld) und 1600 Lumen.

Bauform: A60 (E27-Gewinde)
Typenbezeichnung (800, 1100, 1600): folgt, LCA006, LCA008
Leistungsaufnahme (800, 1100, 1600): 6,5 W, 11 W, 15 W
Helligkeit: 800 Lumen, 1100 lm und 1600 lm
Aufschrift: Philips Hue white and color 800, 1100, 1600
Schaft: Kunststoff, weiß
Kuppel: Kunststoff
Gewicht (800, 1100, 1600: folgt, 84 g, 108 g

Die sechste und jüngste Generation hat das Sortiment verbreitert: Farbfähige E27-Lampen gibt es nun in drei Helligkeitsabstufungen: mit 800, 1100 und 1600 Lumen – genauso wie die Schwestermodelle mit veränderbarem Weißton, Hue white ambiance genannt. Zu besseren Unterscheidung ist der Lumen-Wert auf den Lampenschaft aufgedruckt. Außerdem ziert erstmals ein großes „hue” in Logo-Schrift den weißen Kunststoffkorpus.

Entsprechend der maximalen Leuchtkraft ändert sich die Energieaufnahme. Das 800er-Modell soll laut Herstellerangabe nur noch 6,5 Watt verbrauchen und damit weniger als jede andere Generation. Es ist, zumindest auf dem Papier, aber auch sechs Lumen dunkler als die Vorversionen (806 lm). Die Variante mit 1100 benötigt maximal 11 Watt, die große Ausführung mit 1600 Lumen 15 Watt.

Der Griff zu einer helleren Lampe kann sich übrigens auch dann lohnen, wenn man die 1100 Lumen (entspricht 75 Watt) oder 1600 lm (100 Watt) im Alltag gar nicht ausreizen will. Denn in der Standardeinstellung mit warmweißem Licht (2700 Kelvin) erreichen diese Hue-Lampen nur rund drei Viertel ihres Maximalwerts. Amazon gibt deshalb in seiner Shop-Beschreibung auch den (niedrigeren) Lumenwert für 2700 K an und nicht die Zahl, die vorne groß auf der Hue-Verpackung steht (800, 1100, 1600). Gleichzeitig verwendet der Online-Versender aber die Philips-Angaben für das Watt-Äquivalent (60, 75, 100 Watt), die sich eigentlich auf kaltweißes Licht (4000 K) beziehen. Das passt nicht so richtig zusammen und führt leicht zu Verwechslungen. Also: Augen auf beim Lampenkauf!

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8 Gedanken zu „Hue-Generation 1 bis 6 – das sind die Unterschiede“

  1. Sehr gute Vergleichs-Auflistung mit entsprechenden Eckdaten! Wäre auch sehr interessant für die anderen Sockelarten von Philips hue (d.h. E14 und GU10)

  2. Ich würde mich nur mal freuen, wenn Lampen auf den Markt kommen, welche nicht nach ein paar Jahren wieder abgeschafft werden. Das ist doch Verschwendung. So wird der Preis für Leuchtmittel nie stabil werden.

  3. Moin, was mich mal interessieren würde. Hat sich das Verhalten der Hues in Hinblick auf die minimale Helligkeit verändert? Meine Hues der ersten Generation sind auch bei 1% doch noch sehr hell, können die neusten noch weniger?

    1. Die Prozentangabe in der Hue-App stimmt mit dem tatsächlichen Dimmerwert nicht überein. Die erste Hue-Generation lässt sich nur auf etwa 10 Prozent dimmen, auch wenn 1 % in der App angezeigt wird. Mit der zweiten Generation hat Philips das Dimverhalten verbessert. Ich habe keine Möglichkeit das zu messen aber würde schätzen, die minimale Helligkeit liegt jetzt bei 5 bis 8%. Völlig herunterdimmen oder stufenlos aufblenden kann nach meiner Erfahrung nur die Hue Go. Deshalb wird sie auch gerne als Lichtwecker eingesetzt.

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