Die Lightify Garden Spots eignen sich auch als Weihnachtsbeleuchtung. ©digitalzimmer

Weihnachtsbeleuchtung mit Lightify, Hue & Co.

Zu Weihnachten steigt die Zahl der Lichterketten wieder rasant. Sterne, Tannenbäume und LED-Rentiere strahlen daheim um die Wette. Dabei muss es gar nicht zugehen wie im legendären Haus der Grisworlds. Chevy Chase und seine Filmpartnerin Beverly D’ Angelo sorgen bekanntlich mit 25.000 Lämpchen für eine „Schöne Bescherung“ (1989). Auch wer kein Dach hat, das blinkt wie eine Flugzeug-Landebahn, ist mit der Weihnachtsbeleuchtung gut beschäftigt. Ausstecken, einstecken oder nach der Fernbedienung für die Funksteckdose suchen. Einfach wie früher eine Birne am Baum rausdrehen, funktioniert mit den modernen LED-Ketten ja nicht mehr.

Smarthome-Steckdosen wie Fritz!DECT von AVM lösen das Problem auf einfache Weise. Sie kommunizieren direkt mit dem Router und schalten den Strom nach Bedarf ein oder aus. Mehr dazu in unserem Praxis-Ratgeber. Auch Komplettlösungen wie Devolo Home Control oder Magenta Smarthome automatisieren die Festbeleuchtung. Ein smartes Lichtsystem wie Philips Hue oder Osram Lightify bietet aber viel mehr Möglichkeiten. Es schaltet und dimmt die Lampen nicht nur, sondern kann auch deren Farbe ändern. So tauchen RGB-Lampen oder LED-Streifen den Raum in  magisches Licht.

Osram Gardenspots als Lichterkette am Weihnachtsbaum

Eigentlich sind die Lightify Gardenspots Mini für den Einsatz im Rasen oder Blumenbeet gedacht. Es gibt zwei Varianten: Die eine ist mit RGB-LEDs bestückt und macht buntes Licht, die andere hat ein fest eingestelltes Warmweiß (2700 K). Beide sind mit Ergänzungssets erweiterbar. Zu den neun LED-Köpfen des Starter-Kits kommen dabei jeweils drei hinzu. Die 4,5 Meter lange Lichterkette wächst jedes Mal um 1,5 Meter. Bis zu drei Erweiterungen und eine Gesamtlänge von neun Metern sind möglich. Mit diesen Maßen lassen sich die Gardenspots problemlos um große Tannenbäume wickeln.

Ein Schraubendreher hilft beim Abnehmen der Erdspieße von den Spots. ©digitalzimmer
Ein Schraubendreher hilft beim Abnehmen der Erdspieße von den Spots. ©digitalzimmer

Voraussetzung: Die Erdspieße aus transparentem Kunststoff werden abgenommen. Das geht ganz leicht mit einem Flachschlitz-Schraubendreher, der in die Kerbe zwischen Lampenkopf und Sockel stößt. Ein leichter Dreh und die LEDs lösen sich. Wer mag, kann sie im Sommer ganz einfach wieder anklipsen. Die farbigen Spots leuchten nach dem Einschalten violett, weil es ja Garten-Spots sind und diese Farbe das Pflanzenwachstum ankurbelt. Ganze Kolonien von Holland-Tomaten werden damit im Gewächshaus auf Höchstleistung getrimmt. Nach der Anmeldung am Lightify-Gateway von Osram ist die Farbe änderbar. Das geht nicht ganz so stufenlos wie an den Lampen mit E27-Gewinde. Für eine effektvolle Weihnachtsbeleuchtung reicht das Farbspektrum aber allemal.

Die Lightify Garden Spots eignen sich auch als Lichterkette im Baum. ©digitalzimmer
Ohne weitere Einstellung leuchten die Garden Spots am Baum violett. ©digitalzimmer

Wie alle Lightify-Leuchtmittel funktionieren die Garden Spots auch an einer Hue-Bridge von Philips. Allerdings muss dazu die aktuelle Software-Version auf der Lichterkette installiert sein. Sonst lassen sich die Spots über das Hue-System nicht vollständig ausschalten. Zum Update wird die Lichterkette zunächst mit einem Osram-Gateway verbunden und aktualisiert. Ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen bereitet sie anschließend für die Verbindung mit der Hue-Bridge. Wie das geht, ist in unserem Ratgeber zum Lampen-Reset beschrieben. Danach lässt sich der Weihnachtsbaum in jede beliebige Lichtszene integrieren. Er kann  als Highlight in einem gedimmten Wohnzimmer erstrahlen oder die Raumbeleuchtung ergänzen. Ob in bunten Bonbonfarben oder Pastelltönen bleibt dem Nutzer der Smartphone-App überlassen. Selbst simulierter Kerzenschein ist mit der richtigen App möglich.

Festliches Stimmungslicht mit Fernbedienung

Apropos Kerzen: Überall, wo ein Schirm das Leuchtmittel verdeckt, können Hue- und Lightify-Lampen die offenen Flammen ersetzen. Zum Beispiel hinter Weihnachts-Transparenten aus Papier oder in mattierten Laternen. Eine App wie OnSwitch für Android und iOS lässt die Beleuchtung dabei so heimelig flackern, dass niemand eine LED-Lampe hinter dem Schirm vermuten würde. Das modulierte Licht ist auch eine gute Ergänzung zu den beliebten Kaminfeuer-DVDs und -Blu-ray-Discs. Plötzlich züngeln die Flammen nicht nur auf dem Fernseher, sondern werfen Schatten im ganzen Raum. Wer jetzt noch den smarten Thermostat der Heizung etwas höher einstellt, fühlt sich schon fast wie am richtigen Feuer.

Die Lightify-Lampen mit E14-Gewinde passen auch in Adventssterne aus Papier. ©digitalzimmer
Die Lightify-Lampen mit E14-Gewinde passen auch in Papiersterne. ©digitalzimmer

Nicht überall ist genügend Platz für ein Leuchtmittel mit E27-Gewinde. In so einem Fall leisten die Lightify-Kerzenlampen für E14-Sockel gute Dienste. Sie passen ohne Hitzeprobleme in enge Zwischenräume. Selbst Papiersterne, die nur Glühlampen mit 25 Watt vertragen, kommen so auf eine Helligkeit, die 40 Watt entspricht (470 Lumen). Allerdings dürfte dieser Wert nur selten erreicht werden: Für die Weihnachtsbeleuchtung sollte das „Tunable White“ der Lampe auf warme 2700 Kelvin eingestellt sein. Damit strahlen die Lightifys zwar weniger hell, dafür aber gemütlich.

So sieht der fertige Weihnachtsstern mit smarter LED-Beleuchtung aus. ©digitalzimmer
So sieht der fertige Weihnachtsstern mit smarter LED-Beleuchtung aus. ©digitalzimmer

Der größte Vorteil so einer vernetzten Lösung: Die Lichtstimmung lässt sich nach Wunsch verändern. Familienmitglieder können ihre Favoriten speichern und später jederzeit abrufen. Beim Verlassen der Wohnung genügt ein Knopfdruck, um die gesamte Weihnachtsbeleuchtung auszuschalten – oder ein Sprachbefehl an Alexa und der Amazon Echo löscht das Licht. Genauso schnell ist die Stimmung beim Nachhausekommen wieder da. Mit HomeKit am iPhone oder iPad kann sie sogar Teil eines Weihnachts-Szenarios werden. Dann fährt von selbst die Heizung hoch und die Aroma-Lampe bläst ätherischen Tannenduft in die Luft. Wenn das Multiroom-System dann auch noch Till Brönners „Christmas Album“ anstimmt, sind die festlichen Gefühle kaum noch aufzuhalten. Oder wie Siri, die freundliche Sprachassistentin von Apple, sagen würde: „Alles klar, Weihnachten wird inszeniert“.

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