WLAN-Lichterkette für den Weihnachtsbaum von Twinkle. Bild: Hersteller

Twinkly: smarte WLAN-Lichterkette für den Weihnachtsbaum

Die Lichter am Weihnachtsbaum per Funksteckdose ein- und ausschalten – das kann ja jeder. Echte Smart-Home-Fans wollen auch die Farbe und die Helligkeit ändern. So wie mit Twinkly. Die WLAN-Lichterkette aus Italien ist drahtlos fernbedienbar. Eine App für Android oder iOS stellt den gewünschten Lichteffekt ein. Und neuerdings reagiert sie sogar auf Zuruf: Rechtzeitig zur Weihnachtssaison 2018 haben die Entwicker ihre Festbeleuchtung an den Google Assistant angepasst. Das macht Twinkly zur ersten sprachgesteuerten Lichterkette auf dem Markt.

Mit ihren RGB-LEDs können die Twinkly-Lichte jede gewünschte Farbe annehmen. Bild: Hersteller
Mit ihren RGB-LEDs können die Twinkly-Lichte jede gewünschte Farbe annehmen.

Damit die Kette in allen Farben strahlen kann, enthält jedes Lämpchen drei winzige LEDs in Rot, Grün und Blau (RGB). Im Prinzip machen sie dasselbe wie in einer zum Baumschmuck umfunktionierten Lightify-Kette von Osram, nur ohne Bastelarbeit. Außerdem wirken die Lichter weniger klobig. Auf den ersten Blick sind sie von gängigen Leuchtdioden nicht zu unterscheiden. Und Twinkly reicht in die höchsten Wipfel: Vier Längen von 5,6 bis 22,5 Meter bringen bis zu 225 Lichter an den Baum. Wem das noch nicht genügt, der kann mehrere Exemplare in der App zusammenschalten und synchron bedienen. Das Ganze soll laut Hersteller auch im Freien funktionieren, weil die Elektrik vor Spritzwasser geschützt ist (IP44).

Im Netzkabel der Twinkly-Lichterkette sitzt das Kästchen mit dem WLAN-Empfänger. Bild: Hersteller
Im Netzkabel der Twinkly-Lichterkette sitzt das Kästchen mit dem WLAN-Empfänger.
Twinkly: funkeln im Rhytmus der Weihnachtsmusik

Besonderer Clou: Die Lämpchen leuchten oder blinken nicht nur in der gewünschten Farbe. Sie können Muster und Animationen darstellen. Ein Trick hilft der App zu erkennen, wo die einzelnen Lichter im Geäst hängen: Der Nutzer fotografiert den geschmückten Baum mit seinem Smartphone ab. Danach stehen programmierte Lichtszenen in der Twinkly-App zur Verfügung – oder man gestaltet seine eigenen mit dem Finger am Bildschirm. Last not Least gibt es einen Musik-Modus. Er soll den geschmückten Baum in eine Lichtorgel verwandeln – für die weniger stillen Nächte an Weihnachten.

Die Twinkly-App am Smartphone überträgt Lichtszenen zum geschmückten Baum. Bild: Hersteller
Die Twinkly-App am Smartphone überträgt Lichtszenen zum geschmückten Baum.

Steht am Installationsort kein Funknetz zur Verfügung – etwa draußen vor dem Haus im Garten – kann Twinkly einen eigenen WLAN-Hotspot aufbauen, um die App zu verbinden. Allerdings lässt sich auf diese Weise nur eine einzelne Lichterkette steuern. Für Gruppen ist der Router nötig. Twinkly-Produkte sind laut Hersteller über Dehner Gartencenter, Hornbach-Baumärkte und Online-Shops wie Lampenwelt.de erhältlich. Auch auf Amazon wurden sie schon gesichtet. Die Preise beginnen bei 60 Euro (105 Brennstellen) und reichen bis etwa 130 Euro für das Modell mit 225 Lichtern.

Ganz neu zur Saison 2018: eine Gold Edition, die an Stelle der grünen LEDs warmweiße Leuchtdioden verwendet (RBW). Das dürfte die Qualität des Weißspektrums verbessern. Denn weißes Licht, das aus Rot und Grün gemischt wird, bekommt leicht einen Farbstich. Nicht umsonst setzt Hue in seinem Lightstrip Plus neben bunten LEDs auch warm- und kaltweiße Dioden ein.


So sieht der fertige Weihnachtsstern mit smarter LED-Beleuchtung aus. ©digitalzimmerSmarte Festbeleuchtung: Philips Hue, Osram Lightify & Co können einiges für ein stimmungsvolles Weihnachtsfest tun. Von der Baumkette bis zum Papierstern lässt sich so ziemlich jede Lichtquelle automatisieren. Ein paar Anregungen gibt dieser Praxis-Beitrag hier.


digitalzimmer.de meint: Seit den Anfängen auf Kickstarter im Jahr 2016 hat Twinkly sein Angebot stark erweitert. Zum Sortiment gehören inzwischen auch Leuchtfiguren und fertige Kunstbäume, wie man sie aus US-Spielfilmen kennt. Vieles davon gibt es nur im Ausland. Die LED-Kettern dürften aber auch hierzulande Freunde finden. Keine andere Baumbeleuchtung ist so gut vernetzt. Neben der Steuerung mit Google Assistant wären ein Alexa-Skill und die Integration in Apple HomeKit wünschenswert. Aber was nicht ist, kann ja noch werden: Auf Nachfrage hat uns der Hersteller versichert, dass beides für nächstes Jahr auf der Roadmap steht.

Fotos: Twinkly

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