Philips Hue: Tap Dial Switch und andere Neuheiten

Der legendäre Tap-Schalter von Philips Hue bekommt einen Nachfolger – ohne die EnOcean-Technologie, mit der das Urmodell seinen Strom zum Betrieb selbst erzeugte (der Neue hat eine Knopfbatterie). Dafür aber mit einem praktischen Drehring. So kann der Schalter die vier belegbaren Lichtszenen ganz einfach dimmen.

Der neue Hue Tap Dial-Schalter ohne Sockelplatte als Fernbedienung. Bild: Signify

Wie der kleine Hue Smart Button haftet auch der Philips Hue Tap Dial-Schalter magnetisch auf einer Sockelplatte. Bei Bedarf lässt er sich abnehmen und als Fernbedienung in der Wohnung nutzen. Und wie alle Taster des Hue-Systems reicht die Bridge den neuen Tap an Apple HomeKit weiter. Laut Technik-Chef George Yianni soll das auch für andere SmartHome-Systeme gelten, die den Matter-Standard nutzen, sofern diese mit Schaltern arbeiten.

Damit würde sich der Tap via Matter zum Beispiel als Bedienelement in Alexa, Google Home oder SmartThings eignen. Ein ausführliches Interview mit George Yianni zum Matter-Standard gibt es übrigens auf meiner Seite matter-smarthome.de. Der neue Tap ist ab sofort erhältlich – wahlweise in Weiß oder Schwarz.

Tragbare Tischleuchte: Hue Go Portable

Akkubetriebene Tischleuchten erfreuen sich in der Gastronomie großer Beliebtheit. Fast jeder Leuchtenhersteller, der etwas auf sich hält, hat eine im Programm. Als Ersatz für flackernde Windlichter bringen sie vernünftiges Licht auf den Esstisch – und nun gibt es auch ein Exemplar, das sich nahtlos in das Hue-System integriert.

Die Philips Hue Go portable Tischleuchte ist dank IP54 Schutzklasse drinnen wie draußen verwendbar und soll mit einer Akkufüllung bis zu 48 Stunden lang Licht spenden. Dann kommt sie wieder auf den mitgelieferten Ladesockel, der den Energierspeicher auffüllt. Über eine Taste am Schirm lässt sich zwischen voreingestellten oder selbst definierten Lichtszenen wechseln. Über einen Effekt wie „Kerze“ oder „Kaminfeuer“ kommt so auch das romantische Flackern zurück. Oder die Lampe blinkt im Rhythmus von Spotify-Musik.

Die Philips Hue Go portable Tischleuchte in schwarzer Ausführung. Bild: Signify

Als Verkaufspreis nennt der Hersteller rund 150 Euro. Allerdings kann es Ende des Sommers werden, bis die Hue Go portable Tischleuchte in Weiß und Schwarz auf den Markt kommt.

Natürlich aufwachen mit „echtem“ Sonnenaufgang

Eine Neuerung betrifft Hue-Leuchtmittel mit Gradient-Funktion. So bezeichnet der Hersteller seine Light-Strips, in denen sich LEDs einzeln ansteuern und in der Farbe regeln lassen. Hilfreich etwa für Ambilight-Effekte im Heimkino mit einer Hue Sync Box.

Die Funktion „Natürlich aufwachen“ in der Hue-App wurde für diese Leuchtmittel optimiert, sodass sie nicht nur langsam aufblenden und dabei die Farbtemperatur ändern, sondern den künstlichen Sonnenaufgang quasi von unten nach oben über die LEDs wandern lassen. Das passende Produkt fürs Schlafzimmer bietet Signify gleich mit an: Die neue Philips Hue Gradient Signe Oak verfügt über Gradient-LEDs und einen Sockel in Eiche-Optik. Sie ist ab sofort als Tischleuchte (240 Euro) oder Stehleuchte (350 Euro) erhältlich.

Die Philips Hue Gradient Signe Oak soll Sonnenaufgänge besonders gut simulieren: Bild: Signify
Philips Hue Perifo: Die Rückkehr der Lichtschiene

Hinzu kommen eine ganze Reihe weiterer neuer Leuchtenmodelle wie der Einbauspot Xamento (80 Euro) oder das Schienensystem Perifo, mit dem Hue-Enthusiasten ihre Beleuchtung modular zusammenstellen können. Es enthält Schienen, die in ihrer Form und Länge beliebig kombinierbar sind. Neben Spots lassen sich dort auch Pendelleuchten, Gradient-Lichtröhren und Lightbars einklinken. Je nach Bedarf gibt es Perifo für die Montage an einem Decken- oder Wandauslass oder für den Einsatz an der Steckdose mit einem Netzteil.

Wer erinnert sich noch an die 1970er und 80er-Jahre, als Lichtschienen von Erco und anderen Herstellern im Trend lagen? Philips Hue bringt diese Idee nun in zeitgemäßer Form zurück. Die Preise für Leuchten werden bei rund 120 Euro beginnen, wenn das System im Spätsommer auf den Markt kommt. Die Schienen kosten zwischen 50 und 90 Euro.

Licht am laufenden Meter: das Schienensystem Philips Hue Perifo. Bild: Signify

Aufmacherbild: Signify

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4 Gedanken zu „Philips Hue: Tap Dial Switch und andere Neuheiten“

  1. Nicht ganz verständlich im Artikel: Sind Tap&co von sich aus Thread/Matter kompatibel oder muss man dafür eine Bridge kaufen?

    1. Hallo Lex,
      im Beitrag heißt es: „Wie alle Taster des Hue-Systems reicht die Bridge den neuen Tap an Apple HomeKit weiter. Laut Technik-Chef George Yianni soll das auch für andere SmartHome-Systeme gelten, die den Matter-Standard nutzen“. Ergo: Auch für Matter ist die Bridge nötig.

      Thread hat damit nichts zu tun, wie auch im verlinkten Interview zu Matter genauer erklärt wird. Das Hue-System arbeitet intern mit Zigbee-Funk. Die Bridge stellt über ihren Lan-Anschluss die Verbindung zu Matter-Systemen her. Genau wie bei HomeKit, denn HomeKit selbst unterstützt ja auch kein Zigbee.

      Viele Grüße aus dem Digitalzimmer

      1. Danke für die Antwort. Ich finde es persönlich enttäuschend, ich habe Apple Homekit und ausschließlich Thread Produkte und will keinen weiteren Bridge. So spannend einige der neuen Hue Produkte auch sind, schade.

        1. Dann heißt es abwarten, bis die ersten Matter-Leuchtmittel mit Thread oder WLAN kommen. Wiz, zweite Lichtmarke von Signify, hat WiFi-Produkte ja bereits angekündigt. Ich halte es allerdings für unwahrscheinlich, dass diese auf absehbare Zeit den Funktionsumfang eines Hue-Systems mit Bridge bieten werden.

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