Nvidia Shield TV: Hausteuerung mit dem Google Assistant. ©digitalzimmer

Nvidia Shield TV: Haussteuerung mit der Spielkonsole

Mit dem jüngsten Software-Update im Dezember hat Nvidias Shield TV endlich den versprochenen Google Assistant bekommen. Die Sprachsteuerung war schon lange angekündigt. Allerdings sind seit der Vorstellung auf der CES 2017 in Las Vegas fast zwei Jahre vergangen. Nun ist es also soweit: Besitzer eines Shield TV können auch Smarthome-Produkte mit der Konsole steuern. Alle Lampen, Thermostate oder Systeme, die in der Google-Home-App zur Verfügung stehen, werden von Nvidia unterstützt. Voraussetzung: Auf dem Media-Player muss das jüngste Shield Experience Upgrade mit der Nummer 7.2.1 installiert sein. Es ersetzt die bisherige Google-Sprachsuche durch den leistungsfähigeren Assistant.

In den Einstellungen unter „Info“ lässt sich prüfen, ob die aktuelle Software installiert ist. ©digitalzimmer
In den Einstellungen unter „Info“ lässt sich prüfen, ob die aktuelle Software installiert ist.
„OK Google“ auf dem Shield TV aktivieren

Nach dem kostenlosen Upgrade auf Version 7.2.1 funktioniert die Sprachsteuerung bereits. Allerdings muss man dazu noch jedes Mal die Mikrofontaste auf dem Shield-Controller oder einer Shield-Fernbedienung drücken. Bis hierhin unterscheidet sich die Integration also nicht von TV-Geräten mit Google Assistant, wie sie LG, Philips (TPVision), Panasonic oder Sony anbieten. Die Nvidia-Konsole kann aber noch mehr. Im Einstellmenü gibt es den Punkt „OK Google“-Erkennung aktivieren. Wer ihn auswählt und bestätigt, kann einen Shield-Controller als rufbereites Mikrofon definieren.

Mit „OK Google“ reagiert die Shield-Konsole ohne Tastendruck auf Sprachbefehle. ©digitalzimmer
Mit „OK Google“ reagiert die Shield-Konsole ohne Tastendruck auf Sprachbefehle. ©digitalzimmer

Der Controller lauscht dann fortwährend in den Raum hinein und wartet auf sein Aktivierungswort. Wie ein Smart-Speaker mit Google Assistant hört er auf „OK Google“ oder „Hey Google“. Die Variante „Hey Bubu“ funktioniert in diesem Fall nicht. Sie bleibt Googles eigenen Lautsprechern vorbehalten. Die Empfindlichkeit ist erstaunlich gut. Auch ohne die sonst üblichen Mehrfach-Mikrofone reagiert der Controller auf Kommandos quer durch den Raum – zumindest solange es einigermaßen ruhig ist und keine Musik läuft.

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Sobald der Assistent ein Sprachkommando erkennt, erscheint sein Infobalken am unteren Bildschirmrand.  Der Nutzer kann hier die Eingabe  kontrollieren und erhält auch Feedback. Zusätzlich erklingt die Stimme des Google Assistant über die TV-Lautsprecher.

Erkannte Sprachkommandos und Googles Reaktion darauf erscheinen unten am TV-Bildschirm. ©digitalzimmer
Erkannte Sprachkommandos und Googles Reaktion darauf erscheinen unten am TV-Bildschirm.

Das heißt aber auch: Um die typische Frauenstimme zu hören, muss das TV-Gerät eingeschaltet sein. Prinzipiell soll die Sprachsteuerung ohne Fernseher funktionieren. In den Systemeinstellungen gibt es eine extra Option dafür. Sie aktiviert „OK Google“ selbst dann, wenn der TV ausgeschaltet ist und sich die Shield-Konsole im Standby befindet. Allerdings trägt die Funktion aktuell noch den Zusatz „beta“ – vielleicht weil Nvidia ihr selbst nicht ganz traut. Im digitalzimmer klappt die Steuerung mit einem schlafenden Shield TV bislang nicht. Die grüne LED der Konsole blinkt zweimal auf, wenn der Controller sein Aktivierungswort erkennt. Der folgende Sprachbefehl bleibt allerdings ohne Folgen. Gut möglich, dass es ein weiteres Software-Update dafür braucht. Eine Sprachsteuerung aus dem Ruhezustand heraus wäre in jedem Fall wünschenswert – schon deshalb, weil der Energieverbrauch des Shield TV im Standby von 5 bis 6 Watt auf rund 3,5 Watt sinkt.

In Zukunft soll der Google-Assistant auch mit ausgeschaltetem Fernseher funktionieren. ©digitalzimmer
In Zukunft soll der Google-Assistant auch mit ausgeschaltetem Fernseher funktionieren.

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