Nvidia Shield-TV: Die Streaming-Box bekommt ein Smarthome-Update.

Nvidia Shield TV: Smarthome-Update für die Streaming-Box

Die Spielkonsole Shield TV von Nvidia ist nicht nur ein leistungsfähigster Videoplayer. Sie soll künftig auch im Smarthome eine wichtige Rolle spielen. Dafür nutzt der Hersteller die Sprachsteuerung Google Assistant. Im Prinzip also dieselbe Lösung, die auch im WLAN-Lautsprecher Google Home zum Einsatz kommt. Ein Software-Update soll die Spracherkennung im Laufe des Jahres aktivieren. Dann will Nvidia auch drahtlose Mikrofone anbieten, die sich mit Shield TV verbinden und die Reichweite des Google Assistant vergrößern. Die sogenannten Nvidia Spots kommen dazu einfach in eine freie Steckdose. Wer mag, kann auf diese Weise mehrere  Räume in die Sprachsteuerung mit einbeziehen.

Nvidia Spot: steckbares Mikrofon für die Google-Spracherkennung: Bild: Hersteller
Nvidia Spot: Mikrofon für die Google-Spracherkennung mit Shield TV. Bild: Hersteller

Das erinnert ein wenig an die Echo Dots von Amazon – und auch die steuerbaren Geräte dürften ähnlich sein. Auf der Nvidia-Webseite ist bislang nur von Philips Hue und Nest-Produkten die Rede. Weitere werden aber folgen, wenn Google sein Smarthome-Ökosystem auch hierzulande etabliert. Die Marktmacht des Suchmaschinen-Riesen sollte genügen, um Anreize für die Hersteller zu schaffen.

Updates auch für Besitzer der bisherigen Shield TV

Nutzer der aktuellen Shield TV, die seit Anfang 2017 verkauft wird, kommen automatisch in den Genuss der neuen Funktionen. Allerdings lässt Nvidia auch Bestandskunden am Fortschritt teilhaben: Das Vorgängermodell – seit 2015 im Handel – erhält ebenfalls ein Upgrade. Im ersten Schritt bekam es dazu ein Software-Update auf Android 7.0 verpasst. Das Shield Experience Upgrade 5.0 kann seit Ende Januar installiert werden und schafft die Software-Voraussetzungen für Googles Assistenten. Es lohnt sich in jedem Fall, weil es die bislang fehlende App für Amazon Video nachliefert. Die lüfterlose Konsole spielt danach UHD-Inhalte von allen drei großen Streaming-Anbietern ab (Amazon, Google Movies und Netflix).

Einzige Einschränkung: Um die kommende Freisprech-Funktion zu nutzen, ist ein neuer Controller nötig. Mit dem bisherigen Modell und mit der schmalen Shield-Fernbedienung klappt die Kommunikation nur auf Knopfdruck. Der Nutzer muss eine Taste drücken und seinen Befehl ins Mikrofon sprechen. Der neue Shield-Controller – zu erkennen an seiner Facetten-Optik – erlaubt dagegen eine freihändige Bedienung: Ein Kommando wie „OK Google“, in den Raum gerufen, aktiviert die Spracherkennung. Den beiden aktuellen Shield TV-Modellen für 230 Euro (16 GB) und 330 Euro (500 GB) liegt der modifizierte Controller bereits bei. Besitzer der älteren Konsole können ihn für rund 70 Euro nachkaufen.

Wer Google Assistant auf der Shield TV von 2015 nutzen will, braucht einen neuen Controller. Bild Hersteller
Google Assistant auf älteren Shield TVs verlangt nach einem neuen Controller. Bild Hersteller

digitalzimmer.de meint: Als Videoplayer und Spielekonsole hat uns Shield TV schon länger überzeugt. Mit aktueller Software ist sie die einzige Box auf dem Markt, die Videos von Amazon und Netflix in bester Qualität abspielen kann. Das heißt: mit erweitertem Kontrastumfang (HDR) und in 4K-Auflösung (UHD). Normalerweise klappt das nur auf HDR-Fernsehern, die beide Apps der Streaming-Anbieter vorinstalliert haben. Ob die Konsole im Smarthome eine ebenso gute Figur macht, muss die Praxis zeigen. Der Vorsprung des Amazon Echo wird nicht leicht aufzuholen sein. Andererseits steht Nvidia mit Google ein mächtiger Partner zur Seite. Und dass bisherige Besitzer ihr Shield TV ganz einfach nachrüsten können, ist ein feiner Zug des Herstellers.

Aufmacherfoto: digitalzimmer.de

2 Gedanken zu „Nvidia Shield TV: Smarthome-Update für die Streaming-Box“

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