Ikea veröffentlich das schon länger angekündigte Tradfri-Homekit-Update.

Trådfri-Update: Ikea unterstützt Alexa, HomeKit und buntes Licht

Dass ein Update kommt, war schon länger klar. Nun ist es soweit: Zusammen mit einer Aktualisierung seiner Trådfri-App hat Ikea das drahtlose Lichtsystem um einige Funktionen erweitert. Ab sofort kann sich Trådfri mit HomeKit, der Haussteuerung von Apple, verbinden. Amazons Sprachassistentin Alexa steuert nun auf Zuruf – und last not least gibt es endlich die Möglichkeit, auch mehrfarbige Ikea-Lampen per App zu bedienen. Wer das wollte, musste bislang die Leuchtmittel an einer Hue-Bridge von Philips anmelden. Nach ersten Tests im Digitalzimmer macht das Ganze einen recht gelungenen Eindruck. Hier die Neuheiten auf einen Blick.

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Tradfri Alexa Update: Skill aktivieren und los geht’s

Die aktualisierte Ikea-App bietet nach dem Start von selbst das Update des Systems an. Es lässt sich aber auch später noch laden und ausführen – über den Punkt „Trådfri-Version” im Menü „Einstellungen”. Nach erfolgreicher Installation erscheint unmittelbar darunter der neue Eintrag „Integrationen“. Aktuell tauchen hier nur Amazon und Apple auf. Google soll später im Jahr folgen. Damit unterstützt Ikea dann alle drei Sprachassistenten: Alexa, Siri und den Google Assistant.

Nach dem Update gibt es in den Einstellungen den neuen Punkt „Integrationen“. ©digitalzimmer
Nach dem Update gibt es in den Einstellungen den neuen Punkt „Integrationen“. ©digitalzimmer

Ein Fingertipp auf den Eintrag „Amazon Alexa“ führt direkt zu einer Seite, auf der sich Nutzer mit dem Sprachdienst verbinden können. Sie geben dazu die Zugangsdaten ihres Amazon-Kontos ein. Anschließend soll es genügen, Alexa nach neuen Geräten im Smarthome suchen zu lassen. Im Digitalzimmer hat das allerdings nicht funktioniert. Erst nach Installation des Trådfri-Skills in der Alexa-App wurden die Lampen wie erwartet gefunden. Ein deutlicher Hinweis für Neueinsteiger in der Ikea-App könnte hier nicht schaden.

Tradfri HomeKit Update: Die Ikea-App zeigt den Code an

Die Integration in HomeKit geht sogar noch schneller. Ähnlich wie das Pendant von Lifx zeigt die Trådfri-App einen achtstelligen Code an. Er ist für die Verbindung nötig und wird in die Home-App von Apple eingetragen. Im Menü „Gerät hinzufügen“ öffnet sich dort erst mal ein Kamerafenster zum Scannen des Codes. Wer kein zweites iOS-Gerät besitzt, das die Ziffernfolge abknipsen könnte, tippt ihn stattdessen von Hand ein. Die entsprechende Menüauswahl heißt „Code fehlt bzw. kann nicht gescannt werden“.

Gateway auswählen und HomeKit-Code eingeben – das geht in der Home-App von Apple. ©digitalzimmer
Gateway auswählen und HomeKit-Code eingeben – das geht in der Home-App von Apple.

Danach fragt die Home-App zu jedem Leuchtmittel am Trådfri-Gateway ab, welchen Siri-Namen es haben soll und in welchem Raum es installiert wird. Das war’s. Ab sofort stehen die Ikea-Lampen für eine Steuerung per HomeKit zur Verfügung. Sie lassen sich mit der Home-App schalten und dimmen oder in Szenen und Regeln verwenden. Besitzer bunter Ikea-Modelle haben noch einen weiteren Vorteil: In HomeKit stehen mehr Farben zur Verfügung als die 15 Töne der Trådfri-App. Die Übergänge finden aber nicht so fließend statt wie mit Hue- oder anderen Zigbee-Modellen. Trådfri-Lampen schalten in Schritten zwischen den Farben um.

Tradfri treibt’s bunt: mehrfarbige Lampen

Bunte E27-Lampen gibt es von Ikea schon länger. Sie werden im Online-Shop und in den Einrichtungshäusern allerdings zusammen mit einer Zigbee-Fernbedienung verkauft. Und nur dieser Handsender konnte bislang die Farben ändern. Die Trådfri-App hatte kein entsprechendes Menü. Nach dem Update ist es nun da: 15 Farbtöne und ein Weißspektrum mit 5 Abstufungen stehen auf dem Smartphone zur Verfügung. In HomeKit sind es mehr, allerdings erreichen die Ikea-Lampen auch dort nicht dieselbe Farbenpracht wie beispielsweise Hue-Lampen. Türkis wirkt erfahrungsgemäß etwas blass, Blautöne tendieren ins Violett – und bei voll aufgedrehter Helligkeit wirkt das Licht ein weniger satt sondern eher pastellfarbig.

In der Tradfri-App stehen weniger Farbtöne zur Verfügung als etwa mit HomeKit (rechts). ©digitalzimmer
In der Tradfri-App stehen weniger Farbtöne zur Verfügung als etwa mit HomeKit (rechts).

digitalzimmer.de meint: Ikea legt nach. Das Software-Update macht Trådfri (hier unser Test) nicht nur zum preisgünstigsten Lichtsystem mit Alexa-Unterstützung. Auch die HomeKit-Integration dürfte den Schweden neue Kunden bescheren. Im Prinzip fehlen jetzt nur noch die Sprachsteuerung mit Google Assistant und der Fernzugriff übers Internet – denn ohne HomeKit lassen sich die Lampen nach wie vor nur zu Hause im WLAN steuern. Aber das nächste Update ist ja schon angekündigt. Mal schauen, was es bringt.