Bosch Rauchwarnmelder II

Neuer Rauchmelder für Bosch Smart home

Bosch hat begonnen, einen neuen Funk-Rauchmelder für sein Smarthome-System zu verkaufen. Der Rauchwarnmelder II löst das bisherige Modell ab und bringt einige Änderungen mit. Auffälligster Unterschied: Das weiße Gehäuse sieht moderner und eleganter aus als die terrassenförmige Konstruktion des Vorgängers.

Die bisherige, 1. Generation des Bosch-Rauchwarnmelders. Bild: Hersteller
Automatischer Schutz vor Fehlalarmen

Zweite Neuerung: Eine Verschmutzungskompensation soll Fehlalarm vermeiden. Besitzer des Vormodells klagten teilweise über zu hohe Empfindlichkeit – besonders in schmutziger Umgebung, etwa während Baumaßnahmen im Haus. Der Support empfahl betroffenen Kunden, ihre Rauchmelder in regelmäßigen Abständen auszusaugen oder mit Druckluft durchzupusten. Der Rauchwarnmelder II soll die Alarmschwelle nun konstant an den Verschmutzungsgrad der Rauchkammer anpassen. Das minimiere die Gefahr eines Falschalarms durch Verstauben, so der Hersteller.

Austauschbare Lithium-Batterie

An Stelle des fest verbauten Energiespeichers kommt eine wechselbare Lithium-Batterie zum Einsatz. Der verwendete Typ CR17450 (3 Volt) soll bis zu fünf Jahre lang halten. Die Lebensdauer des Vorgängers hatte Bosch mit 10 Jahren angegeben. Im selben Zeitraum ist nun also ein Batteriewechsel fällig. Danach sollten Rauchwarnmelder aber ohnehin ersetzt werden, weil ihre Bauteile einem natürlichen Alterungsprozess unterliegen. Brandschutz-Experten empfehlen grundsätzlich den Austausch nach zehn Jahren.

Über die gesamte Betriebszeit kommt der neue also eventuell um seinen Batteriepreis (ca. 10 Euro) teurer als der Vorgänger. Die Möglichkeit zum Tausch hat jedoch einen praktischen Vorteil: Im Bosch-System warnen Rauchmelder nicht nur vor einem Brand, sondern dienen allgemein als Sirene. Im Falle eines Einbruchalarms oder anderer Notsituationen lösen sie aus und verbrauchen dabei natürlich Energie. Häufige Alarme konnten somit die Lebensdauer des Vorgängers verkürzen. Beim Rauchwarnmelder II genügt ein Batterietausch und er ist wieder fit für die nächsten Jahre.

Wie sein Vorgänger dient auch der Rauchwarnmelder II als Alarmsirene. Bild: Bosch
Zigbee-Protokoll statt 868-Megaherz-Funk

Die vierte Neuerung betrifft das Funkprotokoll. Bosch Smart Home nutzt bekanntlich zwei davon parallel: Zigbee und einen hauseigenen Standard, der technisch auf dem Protokoll von Homematic IP basiert. Die erste Generation Rauchmelder funkt im 868-Megahertz-Band der Homematic-Lösung. Mit dem neuen Modell steigt Bosch jedoch auf Zigbee 3.0 um.

Im Alltag werden Nutzer keinen großen Unterschied bemerken – solange der Rauchmelder sich in Funkreichweite der Smarthome-Zentrale befindet (Bosch Controller). Sind größere Entfernungen zu überbrücken, kommt es jedoch auf weitere Komponenten an – und welche davon zu Hause verbaut sind. Manche Bosch-Produkte wie Unterputz-Module und der große Zwischenstecker verstärken 868-Signale und vergrößern damit die Reichweite des eigenen Protokolls. Als Zigbee-Repeater kommen dagegen der „Zwischenstecker kompakt“ und Leuchtmittel mit Zigbee-Funk infrage. Das verlangt etwas Planung beim Aufbau größerer Netzwerke.

Aufmacherbild: Bosch

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