Die Netatmo-Wetterstation spricht ab Herbst auch mit der Qivicon Home Base. ©digitalzimmer

Die Wetterstation von Netatmo im Smart Home

RWE Smarthome hat angekündigt, die Netatmo Wetterstation in seine Haussteuerung zu integrieren. Eine Software-Erweiterung, wie es sie für Hue-Lampen oder Buderus-Heizkessel bereits gibt, soll die Netatmo-Sensoren in das RWE-System einbinden. Mit dieser sogenannten App, die Kunden des Unternehmens ab der IFA im Online-Shop von RWE kaufen können, steuert das System dann Ventilatoren, Rollläden und andere elektrische Geräte abhängig von den Sensordaten. So kann zum Beispiel die Markise automatisch einfahren, wenn es zu regnen beginnt.

Für mich ist das ein schöner Anlass, die Wetterstation hier endlich einmal vorzustellen. Denn auch wer kein RWE Smarthome betreibt, hat eine ganze Menge Möglichkeiten, mit den Wetterdaten etwas anzufangen. Doch zunächst zur Hardware selbst. Bereits seit 2012 auf dem Markt, gehört sie zu den Klassikern unter den Smartphone-Gadgets. Viele Tausend Exemplare sind inzwischen auf der ganzen Welt installiert worden. Wer’s nicht glaubt, wirft am besten einen Blick auf die Netatmo-Wetterkarte – und dort sind nur die aktuellen Daten all jener Stationen verzeichnet, deren Besitzer ihre Mitwirkung in den Einstellungen der App erlaubt haben.

Netatmo_Weathermap
Die Netatmo Weather Map zeigt die Daten von Wetterstationen aus aller Welt.
Messung mit Innen- und Außenfühlern

In der Grundausstattung besteht die Netatmo Wetterstation aus zwei säulenförmigen Komponenten: dem größeren Innensensor, der über sein mitgeliefertes USB-Netzteil ans Stromnetz angeschlossen wird, und einem batteriebetriebenen Außenfühler. Laut Hersteller soll ein Satz mit zwei AAA-Batterien bis zu zwölf Monate reichen. Wie lange er wirklich durchhält, hängt auch von der Zahl der Messungen ab. Normalerweise fragt die Wetterstation alle fünf Minuten ihre Sensoren ab. Durch Antippen der Sensorfläche oben auf dem Innenfühler lässt sich der Vorgang aber jederzeit auslösen.

Das Innenmodul misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, den CO2-Gehalt und die Lautstärke im Raum, das Außenmodul lediglich Temperatur und Luftfeuchte. Bis zu drei Module können pro Station hinzugefügt werden, wobei Netatmo neben dem Außenfühler aus dem Startpaket auch einen batteriebetriebenen Regenmesser und demnächst sogar einen Windmesser anbietet. Die externen Module kosten jeweils rund 70 Euro, das Startpaket mit Innen- und Außenfühler ist für knapp 170 Euro zu haben.

Netatmo_Wetterstation_USBDas Innenmodul bekommt seinen Strom über ein USB-Netzteil. Bild: digialzimmer.de
Das Innenmodul bekommt seinen Strom über ein USB-Netzteil. Bild: digialzimmer.de

Die Installation geht sehr einfach und wird wie üblich von einer Schritt-für-Schritt-Anleitung in der App begleitet. Nach Anlegen eines kostenlosen Benutzerkontos fragt der Assistent nach dem WLAN-Passwort, um die Station mit dem heimischen Funknetz zu verbinden. Danach liefert die Wetterstation auch schon die ersten Daten. Weil sie über das Nutzerkonto mit der Netatmo-Cloud verbunden ist, erscheinen diese nicht nur in der App für iOS und Android, sondern nach Anmeldung auf my.netatmo.com auch in jedem gewünschten Browser. Zu den eigenen Messungen gibt es dort auch eine Vorschau auf die kommenden sechs Tage.

Verbindung über die Netatmo-Cloud

Da die Wetterinformationen über das Netatmo-Konto ohnehin online abrufbar sind, lässt sich mit ihnen aber noch mehr anfangen. So kann die Cloud ihre Erkenntnisse mit anderen Apps teilen. Im Falle der iOS-App Weather Pro klappt das bereist seit einigen Jahren: Wer das beliebte Programm zur Wettervorhersage am Smartphone oder Tablet benutzt, kann es übers Internet mit seiner privaten Wetterstation verbinden und weiß so jederzeit genau, wie es um das um Temperatur und Luftqualität zu Hause bestellt ist. Im Unterschied zur öffentlichen Netatmo Wetterkarte zeigt Weather Pro dabei auch die Werte der internen Sensoren an.

Ansicht von Netatmo-Sensordaten in der App Weather Pro. Bild: digitalzimmer.de
Ansicht von Netatmo-Sensordaten in der App Weather Pro. Bild: digitalzimmer.de

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2 Gedanken zu „Die Wetterstation von Netatmo im Smart Home“

  1. Das ist ja alles gut und schön. Leider scheint keiner die App nicht zu funktionieren. Alle die die App gekauft haben, können sie anschließend nicht einbinden. Somit ist das Ganze völlig wertlos!!!

    1. Das ist natürlich sehr unerfreulich. Ich habe die Meldungen über Probleme beim Einbinden der Netatmo-Station in RWE Smarthome auch gelesen. Der Blog-Beitrag ist mehrere Tage vor der IFA entstanden und bezieht sich wie gesagt auf die Ankündigung des Unternehmens, eine App anbieten zu wollen. Selbst testen konnte ich die Integration noch nicht, hoffe aber, dass RWE bereits an einer Lösung des Problems arbeitet.

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