Die Zentrale von Devolo Home Control kommt einfach in die Steckdose. ©digitalzimmer

Devolo Home Control – der Überblick

Grundlegende Funktionen lassen sich im Gerätemenü bereits definieren. So kann zum Beispiel ein Funktaster eine einzelne Steckdose schalten. Das Prinzip ist simpel und bedient sich farbiger Kacheln: Der Nutzer schiebt die Kachel des gewünschten Geräts auf das Aktionsfeld einer Taste und legt den Zustand fest – also ob die Steckdose an oder aus sein soll. Sind mehrere Geräte auf einmal zu schalten oder sollen Aktionen automatisch ablaufen, kommen die übrigen Menüs ins Spiel. Eine Gruppierung fasst Devolo-Geräte derselben Art zusammen, etwa um alle Heizkörper in der Wohnung auf eine bestimmte Temperatur einzustellen. Die Gruppe lässt sich anschließend in der Zeitsteuerung verwenden und so zum Beispiel eine Nachtabsenkung programmieren.

Mit dieser Regel schaltet Devolo Home Control bei Bewegung das Licht ein. ©digitalzimmer
Mit dieser Regel schaltet Devolo Home Control bei Bewegung das Licht ein. ©digitalzimmer

Szenen kombinieren verschiedene Produktgattungen zu einem Ablauf. Damit schaltet Home Control dann zum Wecken die Nachtischlampe ein, dreht die Heizung im Bad hoch und wirft die Kaffeemaschine in der Küche an. Die Regeln schließlich statten das Smarthome mit Intelligenz aus. Sie arbeiten nach dem Wenn-dann-Prinzip. Ein Bewegungsmelder kann so etwa das Licht aktivieren, sobald jemand den Raum betritt. Und weil er mit einer integrierten Fotozelle auch die Helligkeit misst, passiert das zum Beispiel nur, wenn es dunkel ist. Der entsprechende Schwellenwert ist in den Regel-Optionen einstellbar.

Wie sieht der Alltag mit devolo Home Control aus?

Die Kacheloptik macht den Einstieg leicht. Verschiedene Farben für Gruppierungen (Grün), Zeitprogramme (Gelb), Szenen (Rot) und Regeln (Blau) erleichtern die Orientierung. Da können selbst Smarthome-Laien mit Drag and Drop ein funktionierendes Setup zusammenschieben. Wer mehr will, braucht aber Lust am Experimentieren. Für ein regelbasiertes System mit wenn … und dann … kann ein wenig Datenbank-Erfahrung nicht schaden. Auch Vergleichszeichen wie größer als (>) oder kleiner als (<) sollten dem Heimvernetzer ein Begriff sein. Das trifft aber auf alle Lösungen dieser Art zu.

Die Alternative: eine Programmierung, die auf Wenn-dann-Regeln weitestgehend verzichtet. Magenta Smarthome von der Telekom und Homematic IP aus dem Hause EQ-3 gehen diesen Weg. Sie weisen den Geräten bei der Konfiguration gleich eine Aufgabe zu. Thermostate bekommen automatisch ihren Heizplan, den der Nutzer nur noch anpassen muss. Lampen blinken im Alarmfall, wenn sie als Teil des Sicherheitssystems definiert werden. Innogy Smarthome (früher RWE Smarthome) verpackt in seiner neuen Software die Regeln so, dass der Nutzer nicht groß zu überlegen braucht. Einsteiger kommen so schneller ans Ziel. Spätestens wenn es um individuelle Anpassungen geht, ist aber wieder etwas Nachdenken gefragt.

Der Programmieraufwand fällt ohnehin nur einmal an: beim Erstellen der Regel. Danach bekommt man idealerweise die Weboberfläche kaum noch zu Gesicht – weil Szenen, Zeitpläne und Funkschalter die Kontrolle übernehmen. Alternativ reicht auch die App My Devolo am Smartphone, um gezielt Lampen zu schalten oder die Temperatur in einem Raum hochzudrehen. Hier hat Home Control allerdings Nachholbedarf: Das Programm am Smartphone oder Tablet zeigt lediglich eine mobile Version der Webseite an, reagiert etwas träge auf Eingaben und könnte insgesamt flotter zu bedienen sein. Doch Besserung ist in Sicht: Auf der IFA in Berlin will Devolo eine native Version seiner App vorstellen, neu programmiert und deutlich leistungsfähiger. Wir werden berichten.

Die App My Devolo zeigt eine mobile Version der Home-Control-Webseite an. ©digitalzimmer
Die App My Devolo zeigt eine mobile Version der Home-Control-Webseite an. ©digitalzimmer