Vanory Estelle: smarte Designer-Leuchte aus Dautschland. ©digitalzimmer

Vanory Estelle: smarte Designer-Leuchte aus Deutschland

Diese Leuchte sorgt für Aufsehen. Nicht nur, weil sie in Frankfurt gerade einen „German Design Award“ bekommen hat. Die Auszeichnung ist lediglich einer von mehreren Designpreisen seit Vorstellung der smarten Estelle im letzten Jahr. Was ihren gläsernen Schirm so sehenswert macht, sind die animierten Lichteffekte.

LEDs im Innern erzeugen Lichtmuster auf einem gewellten Textilgewebe. Bild: Vanory
LEDs im Innern erzeugen Lichtmuster auf einem gewellten Textilgewebe. Bild: Vanory

Ein Gitternetz aus 384 LEDs erzeugt Lichtreflexe auf dem Textilgewebe im Innern. Weil der Stoff in Wellen liegt, scheinen sie dreidimensional über die Oberfläche zu wandern. Kreuzförmige Strahlen überschneiden sich und bilden Muster. Weil das mit einer Beschreibung und statischen Bildern so schwer zu vermitteln ist, hier ein Konzeptvideo des Herstellers auf YouTube:



LEDs in Rot, Grün, Blau und Warmweiß (3000 Kelvin) mischen auf Wunsch jeden beliebigen Farbton. Mehr als eine Milliarde Schattierungen sollen sie darstellen können und bis zu 35 solche Moods speichert die Leuchte. Sie sind über Sensorflächen am Schirm oder mit dem Smartphone abrufbar. Die App gewährt außerdem Zugang zu einer Mood Collection mit statischen und bewegten Mustern im Internet, aus der sich weitere Lichtstimmungen herunterladen lassen. Künftig soll die als Tisch- und Hängeleuchte erhältliche Estelle auch übers Internet steuerbar sein. Hersteller Vanory arbeitet dazu an einer Integration des Online-Dienstes IFTTT.

Sensorflächen am Schirm der Estelle schalten durch die gespeicherten Moods. Bild: Hersteller
Sensorflächen am Schirm der Estelle schalten durch die gespeicherten 13. Bild: Vanory
Programmierbare Lichteffekte mit Philips Hue & Co.

Schon jetzt integriert sich das Designerstück jedoch in drahtlose Lichtsysteme. Das geschieht ganz einfach über die Hauptlichtquelle im Innern: Eine E27-Fassung nimmt beliebige Lampen auf – auch solche von Philips Hue, Lifx, TP-Link und anderen Marken. Je nach verwendetem Leuchtmittel folgt die Estelle damit Befehlen von Amazon Alexa, dem Google Assistant oder Apple HomeKit.

An sich wäre das nichts besonderes. Für so eine Nachrüstung sind smarte E27-Lampen schließlich da. Vanory bedient sich allerdings eines Tricks, um seine Moods in die Steuerung mit einzubeziehen: Sensoren im Schirm erkennen die Helligkeit und Farbe des vernetzten Leuchtmittels. Über die Vanory-App lassen sich den Einstellungen der E27-Lampe dann Moods zuweisen. So startet rotes Licht zum Beispiel die Animation „Kaminfeuer“. Aktuell funktioniert die Sensorik mit Volltonfarben und weißem Licht. Ein Software-Update soll die Unterscheidung von Kalt- und Warmweiß nachliefern. Außerdem sollen Besitzer in Zukunft auch die Möglichkeit haben, eigene Farben als Auslöser für Moods zu definieren.

Beim Tischmodell Estelle Table sitzen die Sensortasten oben auf dem Schrimrand. Bild: Vanory
Beim Tischmodell Estelle Table sitzen die Sensortasten oben auf dem Schirmrand. Bild: Vanory

Vanory fertigt jede Leuchte einzeln von Hand in seiner Karlsruher Manufaktur und verwendet dafür überwiegend Komponenten regionaler oder nationaler Zulieferer. Das wirkt sich auch auf den preis aus. Die Tischversion Estelle Table kostet 1690 Euro, das Hängemodell Estelle Suspension schlägt mit 1845 Euro zu Buche. Beide Versionen können ab sofort im Online-Shop von Vanory bestellt werden. Die Lieferzeit beträgt vier bis fünf Wochen.

digitalzimmer.de meint: Schön, dass es deutsche Startups wie Senic in Berlin oder eben Vanory aus Karlsruhe gibt, die moderne Technik mit hoher Materialqualität und anspruchsvollem Design verbinden. Plastik-Produkte, die leider häufig eher früher als später auf dem Müll landen, gibt es schon genug. Dabei ist die Smarthome-Integration der Vanory Estelle über Funklampen ein cleverer Schachzug. Wer irgendwann im Laufe des Produktlebens sein Funksystem wechselt, schraubt einfach ein neues Leuchtmittel in die Fassung.

Aufmacherfoto: Vanory

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