Senic Muse Blocks: Memory für Smart Homes.

Senic Muse Blocks: Memory fürs Smart Home

Mit Funk-Etiketten, sogenannten NFC-Tags, lassen sich ein paar interessante Dinge anstellen. Zum Beispiel Smarthome-Szenen auslösen – wie neulich an dieser Stelle berichtet. Problem dabei: NFC-Etiketten sehen in der Regel nicht besonders hübsch aus. Im besten Fall haben sie noch eine ähnliche Farbe wie ihr Untergrund. Oder man kaschiert sie mit Wandfarbe und Tapete. Nur, wer soll die Aufkleber dann überhaupt finden, wenn er sie braucht?

Die Muse Blocks speichern Informationen, die ein Smartphone auslesen kann. Bild: Senic

Senic aus Berlin geht darum in die Offensive. Das Kreuzberger Unternehmen will die NFC-Technik neu erfinden – als interaktives Memory mit digitalen Karten. Die Senic Muse Blocks sind Kacheln von 7 mal 7 Zentimetern Größe, die keine Tarnung brauchen. Im Gegenteil: Wenn es nach Geschäftsführer Tobias Eichenwald und seinen Mitstreitern geht, sollen sie offen zur Schau gestellt werden. Das passt in die Reihe bisheriger Entwicklungen. Denn Optik und Haptik spielten auch beim Nuimo Control, dem Funktaster Nuimo Click und dem Hue-Schalter von Senic schon eine große Rolle.

Das steife, drei Millimeter dicke Kunststoff-Material der Blocks ist bedruckbar. Senic bietet 20 verschiedene Designs an, die mit Begriffen wie „Morning“, „Workout“ oder „Christmas“ beschriftet sind. Drei Stück kosten 15 Euro. Kreative Geister bekommen zum selben Preis auch neutrale Karten mit einfachen Mustern zum Selbstbemalen. Im Innern steckt jeweils ein NFC-Chip.

Die neutralen Exemplare können Kreative selbst beschriften und bemalen. Bild: Senic
Playlisten, Webadressen und Aktionen aufrufen

Wie ein Funk-Etikett speichert der Muse Block eine frei definierbare Internetadresse. Das kann der Link zur persönlichen Spotify-Playliste oder einem Album auf Apple Music sein. Filmfans hinterlegen vielleicht URLs zu ihren Lieblingsfilmen auf Amazon und Netflix. Senic bietet eine eigene iPhone-App zum Programmieren an (LINK). Nutzer von Android-Smartphone können jede frei verfügbare App aus dem Google PlayStore dafür verwenden.

Voraussetzung ist natürlich ein NFC-fähiges Gerät, was die iPhone-Auswahl auf jüngere Modelle beschränkt (iPhone Xs, Xs Max, Xr, 11, 11 Pro). Dafür haben es Apple-Nutzer besonders einfach, wenn sie die App Kurzbefehle verwenden. Das mit iOS 13 gelieferte Programm lässt Aktionen automatisch beginnen, sobald das iPhone den Muse Block berührt. So startet etwa im Handumdrehen eine HomeKit-Szene mit Licht und Musik zum Entspannen. Die sonst übliche Bestätigung am Smartphone-Bildschirm entfällt.

Wie Miniatur-Schallplatten an der Wand

Für 8 Euro pro Stück können Senic-Kunden ihre Muse Blocks auch individuell bedrucken lassen. Eine Upload-Funktion im Online-Shop (LINK) macht es möglich: Gewünschte Bilddatei hochladen, bestätigen, dass man die Rechte am verwendeten Motiv besitzt, und wenig später kommt die persönliche NFC-Kachel per Post ins Haus.

Die limitierte Edition mit sieben Karten und einem Holzpaneel kostet 69 Euro. Bild: Senic

Als eleganten Rahmen und stationäre Aufbewahrung bietet Senic die Memory-Karten auch mit einer Holzleiste an. Das limitierte Set enthält sieben Muse Blocks und kostet 69 Euro. Eine Premium-Version aus Stein soll es für 169 Euro geben. Wer mag, kann seine Lieblingsmusik damit als digitale Plattensammlung an die Wand hängen. So wie früher, als aufwendig gestaltete Cover von Vinyl-Scheiben das Wohnzimmer oder die Studentenbude schmückten.

Aufmacherfoto: Senic

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