iOS 13.2 bringt Musik-Steuerung für HomeKit.

iOS 13.2 bringt Musik-Steuerung für HomeKit

Erst war sie drin, dann draußen und jetzt ist sie wieder drin. Die aktuelle Beta-Version von iOS 13.2 lässt hoffen, dass Apple mit dem nächsten Update seines Betriebssystems die angekündigte Musik-Steuerung für HomeKit nachliefert. Ursprünglich sollte sie bereits beim Start von iOS 13 an Bord sein. Doch kurz vorher verschwand die Funktion aus der Entwickler-Beta. Nun ist sie also zurück.

HomeKit-Regeln können ab iOS 13.2 auch Audiogeräte enthalten. ©digitalzimmer
Airplay-Lautsprecher mit HomeKit automatisieren

Mit den Ergänzungen von iOS 13.2 lassen sich AirPlay-Geräte erstmals in die Automatisierung von HomeKit mit einbeziehen. Das heißt: Szenen und Regeln der Haussteuerung können nun auch Musik enthalten. Die Guten-Morgen-Szene spielt zum Beispiel einen Radio-Sender auf dem Sonos-System. Der AirPlay-fähige Denon-Receiver untermalt das Abendessen mit einer bestimmte Playliste. Wenn Familienmitglieder nach Hause kommen, erklingt automatisch ihre Lieblingsmusik. Beim Verlassen der Wohnung schalten sich die Lautsprecher ab – und so weiter und so fort.

Die Wiedergabe eines bestimmten Programms setzt Apple Music voraus. ©digitalzimmer

Einige der Funktionen ließen sich bisher schon mit Kurzbefehlen realisieren. Allerdings macht die Integration in HomeKit vieles einfacher. So geht die Programmierung in der Home-App leichter von der Hand als mit Siri-Kurzbefehlen. Außerdem laufen Regeln auf Wunsch automatisch ab, ohne Sprachbefehle. Im Prinzip funktioniert jeder HomeKit-Auslöser auch mit Audio-Wiedergabe. Das gilt für Timer und Sensoren genauso wie für Gerätezustände und personenbezogene Regeln. Damit alles klappt, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • iPhones und iPads, die eine Automationen anlegen, benötigen iOS 13.2 oder eine neuere Version. Betriebssysteme davor zeigen die Regeln zwar an, können selbst aber keine definieren.
  • Audiogeräte, die gesteuert werden sollen, müssen AirPlay 2 unterstützen. Das ist zum Beispiel bei jüngeren Sonos-Produkten und Ikea Symfonisk Fall. Aber auch Multiroom-Systeme wie B&W Formation, Bluesound, oder Dynaudio Music unterstützen den Standard. Hinzu kommen zahlreiche AV-Geräte von Denon, Marantz und anderen HiFi-Herstellern.
  • Für die Programmauswahl ist ein Apple-Music-Abo nötig. Der Streaming-Dienst stellt Wunschtitel oder Playlisten aus der Cloud zur Verfügung. Ohne Abo kann HomeKit die Wiedergabe starten und anhalten. Auch eine Änderung der Lautstärke ist möglich. Es läuft aber nur das Programm, das eingestellt war.
Über HomeKit lassen sich AirPlay-Geräte auch automatisch gruppieren. ©digitalzimmer

Je nachdem, welche AirPlay-Geräte der Nutzer in eine Szene oder Automatisierung packt, gruppiert HomeKit die Lautsprecher entsprechend oder löst vorhandene Player-Gruppen auf. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, die den Apple-Standard in den Rang eines voll vernetzten Multiroom-Systems katapultieren. Denn schließlich funktioniert diese Steuerung über Herstellergrenzen hinweg. Vielleicht ein Grund mehr, beim Kauf von Audiogeräten in Zukunft auf AirPlay 2 zu achten.

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