Der Multiroom-Soundbar SoundTouch 300 von Bose. Bild: Hersteller

Bose SoundTouch 300: Multiroom-Soundbar mit Funkboxen

Bose erweitert sein Multiroom-System um drahtlose Surround-Produkte. Noch diesen Monat sollen ein Soundbar, ein Subwoofer und ein Paar passende Lautsprecher für die Rückkanäle auf den Markt kommen. Damit bügelt der Hersteller eine Schwäche aus, die auch in unserem Test auffiel: Bislang war die Multiroom-Technik in Soundbars und Heimkino-Systeme des Herstellers nicht integriert. Sie musste über einen Funkadapter quasi angedockt werden.

Der SoundTouch Wireless-Adapter hat an den neuen Geräten ausgedient. ©digitalzimmer
Der SoundTouch Wireless-Adapter hat an den neuen Geräten ausgedient. ©digitalzimmer

Nicht so bei der neuen SoundTouch 300. Die knapp ein Meter lange Soundbar für 800 Euro hat alles, was man zum Audio-Streaming braucht, schon integriert. Sie wird per WLAN mit dem heimischen Netzwerk verbunden und unterstützt Bluetooth wie die seit einem Jahr erhältlichen Multiroom-Lautsprecher der dritten Generation. Neu hinzugekommen ist Near Field Communication (NFC) für die einfache Verbindung mit Android-Smartphones. Diese Funktion gibt es an den bisherigen Modellen nicht. Genauso wenig wie den 4K-Passthrough. Soll heißen: Die neue Bose-Soundbar schleift ultrahoch auflösende Videosignale von ihrem HDMI-Eingang zum Ausgang durch, ist also fit für das UHD-Zeitalter.

Raumfüllenden Kinosound liefert laut Bose eine spezielle Schallführung, PhaseGuide Array genannt. Sie lenkt den Schall nach rechts und links, wo er von den Wänden reflektiert wird. Ein Digitaler Signalprozessor (DSP) mit Raumeinmessung und spezielle Maßnahmen zur Bassverstärkung sollen ein Klangvolumen schaffen, dass angesichts der Lautsprechergröße verblüfft. Darin sind die Ingenieure aus Framingham erwiesenermaßen gut: Der Bluetooth-Lautsprecher SoundLink Mini setzt immer noch Maßstäbe in dieser Disziplin.

Das drahtlose Bassmodul Acoustimass 300 gibt tiefen Tönen Nachdruck. Bild: Bose
Das drahtlose Bassmodul Acoustimass 300 gibt tiefen Tönen Nachdruck. Bild: Bose

Wem es trotzdem nach mehr Bass verlangt, der kann den Funk-Subwoofer Acoustimass 300 für weitere 800 Euro anschließen.  Er ist wie die Soundbar mit einer Glasplatte abgedeckt und soll dank QuietPort-Technologie auch große Luftmengen ohne Störgeräusche oder Verzerrungen bewegen. Ein vollwertiges 5.1-Surround-Set wird daraus mit zwei Virtually Invisible 300 Wireless Surround Speakers zum Preis von 350 Euro. Der Name trägt etwas dick auf, obwohl die Gehäusetiefe nur zehn Zentimeter beträgt. Denn zu jeder Box kommt noch ein Funkempfänger mit Netzteil – und der hat fast soviel Volumen wie der Surround-Lautsprecher selbst.

Das 5.1-Set mit allen Lautsprechern kostet komplett knapp 1950 Euro. Bild: Bose
Das 5.1-Set mit allen Lautsprechern kostet komplett knapp 1950 Euro. Bild: Bose

digitalzimme.de meint: Darauf dürften Bose-Fans gewartet haben. Mit der SoundTouch 300 hat Bose ab sofort eine Soundbar im Angebot, die sich schnell und einfach in das Multiroom-System des Herstellers integrieren lässt. Das SoundTouch-System zieht so mit wichtigen Konkurrenten wie Heos by Denon, Panasonic, Raumfeld oder Sonos gleich. Die sechs praktischen Stationstasten für Musikprogramme aller Art hat es ihnen weiterhin voraus. Wenn auch nicht immer am Lautsprecher selbst: Beim SoundTouch 300 gibt es dafür Tasten auf der mitgelieferten Fernbedienung.

Aufmacherfoto: Bose

5 Gedanken zu „Bose SoundTouch 300: Multiroom-Soundbar mit Funkboxen“

    1. Es gehen nur die von Bose für diesen Zweck angebotenen Surround-Lautsprecher. Das ist aber bei allen Herstellern so. Andernfalls könnten sie keine synchrone Wiedergabe von Front- und Rückkanälen gewährleisten.

      1. Vielen Dank für die schnelle Info.
        Die Soundtouch 300 selber mit dem Acoustimass ist ein sehr gutes System, guter Klang.
        Dann werde ich mir mal die BOSE Surround Lautsprecher anhören…;-)

  1. habe das gesamte System erstanden und jetzt schon den dritten Techniker im haus. Soundbar und Sub sind ok aber aus den kleinen boxen kommt kein piep, langsem drehe ich am rad. tausche morgen alles um.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.