Smarthome-Tipp: Passwort-Manager verwenden.

Passwort-Manager verwenden

78 Online-Accounts hat der deutsche Internetnutzer im Durchschnitt. So das Ergebnis einer Studie des Sicherheitsunternehmens Dashlane aus dem Jahr 2017. Im Smarthome sind es wohl noch ein paar mehr. Denn jedes vernetzte System mit Internetanschluss bringt sein eigenes Konto mit. Es sollte mit einem einzigartigen Passwort gesichert sein, das aus wild zusammengewürfelten Zeichen besteht. Damit kein Hacker den Code knacken kann und im Falle eines Datendiebstahls nur ein Zugang kompromittiert ist.

Jede Kombination nur einmal verwenden

Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Niemand, wie die intensive Mehrfachnutzung zeigt. Das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut ermittelt regelmäßig die beliebtesten Passwörter der Deutschen. Mit erschütterndem Ergebnis: Leicht zu merkende Kombinationen wie „123456“, „hallo“ oder „passwort“ führen seit Jahren die Hitliste an. Ein Viertel nutzt immer die gleichen oder sehr ähnliche Passwörter für verschiedene Accounts.

Passwort-Manager wie 1Password halten ihre Daten auf mehreren Geräten synchron. ©digitalzimmer
Passwort-Manager wie 1Password halten ihre Daten auf mehreren Geräten synchron. ©digitalzimmer

Vielleicht die wichtigste Anschaffung im Smarthome ist deshalb die Installation eines Passwort-Managers. Das Programm speichert beliebig viele Zugangscodes verschlüsselt in einer Datenbank auf dem Computer oder Smartphone. Sein Master-Passwort schützt die Sammlung vor unbefugtem Zugriff. So muss man sich statt Dutzender verschiedener Codes nur noch einen einzigen merken.

Komplexe Passwörter automatisch erzeugen lassen

Manche Programme enthalten außerdem einen Passwort-Generator, der auf Knopfdruck sichere Buchstaben- und Zahlenkombinationen mit Sonderzeichen erzeugt. Eine Browser-Erweiterung (Plug-in) speichert die Daten zusammen mit der Internetadresse ab. So lassen sich ohne Aufwand unterschiedliche Logins für Produkte wie Philips Hue, Sonos, Tado & Co. anlegen – und später beim Aufruf der Seite genauso einfach nachschlagen und einfügen.

Wichtig für den Einsatz im Smarthome: Der Passwort-Manager sollte auch als App auf dem Smartphone oder Tablet zur Verfügung stehen und seine Inhalte mit dem Computer synchronisieren. Denn schließlich werden die Zugangsdaten häufig zum Login auf mobilen Geräten benötigt. Wer nur im Apple-Universum unterwegs ist, kann den iCloud-Schlüsselbund dafür verwenden. Von Android- und Windows-Geräten aus, ist er allerdings nicht erreichbar. Außerdem gibt es keine einfache Möglichkeit, Passwörter aus der iCloud-Sammlung herauszukopieren und in Browser oder Apps einzufügen, die Apples Schlüsselbund nicht unterstützen. Das geht mit einem klassischen Passwort-Manager problemlos.

Nur ein komfortabler Passwort-Manager wird auch genutzt

Drei Produkte haben im Digitalzimmer einen ordentlichen Eindruck hinterlassen: 1Password, Dashlane und Enpass. Alle drei kosten Geld, wenn sie in vollem Umfang genutzt werden wollen. So ist bei Enpass das Desktop-Programm zwar gratis, die mobilen Apps schlagen aber pro Betriebssystem-Plattform mit 10 US-Dollar zu Buche. Dashline funktioniert ohne monatliche Zahlung (3,33 Euro) nur auf einem Gerät. Und 1Password verfolgt sowieso ein Abomodell mit Preisen ab 2,99 Euro monatlich. Trotzdem ist 1Password unser Favorit. Seine Desktop-Programme und Apps sind sehr einfach zu bedienen, was im Alltag häufig den Ausschlag gibt. Was bringt der beste Passwort-Manager, wenn man ihn gar nicht erst benutzt?

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