Der Fertighaus-Hersteller Weber stattet seine Objekte mit HomeKit aus. Bild: Hersteller

Das erste Fertighaus mit Apple HomeKit kommt von Weberhaus

Apple bringt seine Smarthome-Technik durch die Hintertür ins Haus: Bauunternehmen bieten sie in Zukunft gleich mit an. Erster Partner in Europa ist der schwäbische Fertighaus-Hersteller Weberhaus. Er stattet seine Baureihe Generation 5.5 mit HomeKit aus. Bislang nutzt Weber zur Haussteuerung bereits ein eigenes System, das mit einer App des Schweizer Unternehmens Bootup bedient wird. In Zukunft kommt nun HomeKit hinzu – und damit die Fernbedienung per iPhone, iPad, Apple Watch oder Siri.

HomeKit steuert auch die Fußbodenheizung im Weberhaus. Bild: Hersteller
HomeKit steuert auch die Fußbodenheizung und Jalousien im Weberhaus.

Vorteil gegenüber der Nachrüstung: Einbauten wie die Fußbodenheizung, Jalousien und das integrierte Lichtsystem sind von Haus aus mit iOS steuerbar. Der Bauherr muss nicht warten, bis einer der noch dünn gesäten HomeKit-Hersteller eine Lösung dafür anbietet. Trotzdem kann er sein Fertighaus jederzeit mit Do-it-Yourself-Produkten wie Philips Hue oder Elgato Eve erweitern. Er profitiert dabei von der einfachen Installation des HomeKit-Systems. Die Bedienung bleibt gleich, weil alle Daten im iPhone zusammenlaufen. Ja der Nutzer kann sich sogar für eine andere HomeKit-App entscheiden, wenn ihm das mit iOS gelieferte Programm nicht gefällt.

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digitalzimmer.de meint: Dass Apple mit der Baubranche verhandelt, war bekannt. In den USA haben Anbieter wie Brookfield Residential, KB Home und Lennar bereits HomeKit-Musterhäuser aufgestellt. Das erste seiner Art auf europäischem Boden ist nun in Rheinau-Linx zu sehen – im Rahmen der Weber-Ausstellung World of Living. Ob es HomeKit einen Nachfrageschub verpasst, muss sich erst noch zeigen. Es sollte allerdings dem Elektrohandwerk zu Denken geben. Denn Bauherren sind vielleicht bald noch weniger bereit, große Summen in die Haussteuerung mit KNX zu zu investieren. Das kostspielige Bussystem mag für die Gebäudeautomatisierung optimal sein. Aber wenn das Budget knapp ist, tut es oft auch HomeKit. Der Apple-Standard geht auf lange lange Sicht zwar ebenfalls ins Geld – wenn man die Ausgaben für Geräte und neue iPhones berücksichtigt. Aber die Kosten fallen nicht sofort an. Sie verteilen sich über einen längeren Zeitraum.

Fotos: Weberhaus

5 Gedanken zu „Das erste Fertighaus mit Apple HomeKit kommt von Weberhaus“

  1. Also ich würde die Kontrolle über mein Haus nicht Apple überlassen. Was wenn die irgendwann Homekit einstellen? Dann sitze ich im kalten und kann kein Licht mehr schalten.

    1. So wie ich das verstehe setzt die Haustechnik nicht auf Homekit auf, sondern läuft unter der Apple-Oberfläche als eigenes System. Wenn Homekit wegfällt, lässt sich die Heizung und das Licht also weiter mit Schalter und Thermostat regeln. Es will ja auch niemand zu Hause dauernd alles mit iPhone oder iPad steuern.

  2. Ich frage mich nur welche Komponenten dort eingesetzt wurden, oder sind diese exklusiv von Weberhaus vermarktet? Im Deutschen Markt findet man ja reichlich wenig Homekit kompatible Geräte. Ich interessiere mich schon eine ganze Zeit lang dafür allerdings sagen mir Elgato Eve nich zu da ich mir nicht sicher bin ob ich Energy welches ich im Keller am Trockner einsetzen würde auch noch vom 2 Stock aus steuern könnte um nur mal ein Beispiel zu nennen.

    1. WeberHaus geht erstmal den Weg verschiedene Systeme mit Apple HomeKit zu verbinden. Mit WeberLogic2.0 steuert WeberHaus bereits seit Jahren mit EnOcean Komponenten seine Häuser. Mit der Software myHomeControl von Bootup steht ein mächtiges Tool für die Haussteuerung zur Verfügung. Bootup entwickelt jetzt ein Gateway zur Anbindung an Apple HomeKit. Damit nutzt WeberHaus die gesamte EnOcean Palette wie Raumtemperaturfühler, Lichtaktoren und sogar die Steuerung der Fußbodenheizung ist eingebunden und in Apple Home dargestellt. Somit steht eine Vielzahl von Komponenten zur Verfügung. Komplexe Bereiche wie z.B. die Anbindung einer Wärmepumpe, der Photovoltaikanlagen oder Sicherheitsfunktionen und Beschattungsszenarien übernimmt weiterhin myHomeControl. Alles was der Bewohner täglich nutzen möchte wie z.B. Die Lichtssteuerung oder die Szeneneinstellungen wird mit Apple HomeKit gesteuert und bedient.

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