Die Hue-Lampen der Generation 1 bis 4 im Vergleich. ©digitalzimmer

Hue-Generation 1 bis 4 – das sind die Unterschiede

Seit der Markteinführung hat Philips sein Hue-System ständig weiterentwickelt – mit neuen Produkten und Funktionen wie HomeKit oder Sprachsteuerung. Wer von Anfang an dabei ist, weiß: Auch die Leuchtmittel haben sich in dieser Zeit verändert. So folgte 2015 auf den ersten, lichtschwachen LED-Streifen der Lightstrip Plus mit 1600 Lumen. Im selben Jahr wurde das Weißlicht-Modell Hue Lux eingestellt und durch die preiswertere Hue White ersetzt. Wenig später kam die Hue white ambiance mit Weißabgleich.

Eine Lampe, vier Generationen, fünf Ausführungen

Kein Leuchtmittel hat aber so viele Veränderungen hinter sich wie die klassische Hue-Farblampe mit E27-Gewinde. Sie ist mittlerweile in der vierten Generation erschienen. Die erste gab es sogar in zwei Gehäuseausführungen. Auf den ersten Blick sind alle Varianten gleich, haben dieselbe charakteristische Tulpenform. Es gibt aber Unterschiede in der Leistung. Wer seine Leuchtmittel online bestellt, sollte die verschiedenen Ausführungen kennen. Denn manche Shops geben die Lampen-Generation gar nicht an. So entpuppt sich manches Sonderangebot als Ladenhüter. Im Folgenden stellen wir die einzelnen Varianten vor und zeigen, woran man sie erkennt.

1. Generation (2012)
Die erste Generation Hue-Lampen gab es in zwei Gehäusefarben: Silber und Perlmutt. ©digitalazimmer
Die erste Generation Hue-Lampen gab es in zwei Gehäusefarben: Silber und Perlmutt.

Modell: A60
Typenbezeichnung:
LCT001
Leistungsaufnahme: 8,5 Watt, 85mA
Helligkeit: 600 Lumen
Aufschrift: Philips
Schaft:
 Metall + Kunststoff, Silber / Perlmuttweiß
Kuppel: Glas
Gewicht: 130 Gramm / 118 Gramm

Das Urmodell der Hue-Lampe hatte einen silbernen Schaft und war mit 130 Gramm Gewicht das solideste von allen. Im Laufe der Produktion hat Philips abspeckt (118 Gramm) und den massiven Metallkorpus durch ein Kunststoffgehäuse mit perlmuttfarbener Metallauflage ersetzt. Beide Ausführungen waren nicht besonders hell: Ihre Leuchtkraft von 600 Lumen entsprach rein rechnerisch einer Glühlampe mit 48 Watt. Außerdem gab es Defizite in der Farbwiedergabe: Blautöne waren ins Violett verschoben, Grün erschien gelb, Türkis konnten die Lampen so gut wie gar nicht darstellen.

2. Generation (2015)
Mit der zweiten Generation stieg die Leuchtgraft von 600 auf 806 Lumen. ©digitalzimmer
Mit der zweiten Generation stieg die Leuchtkraft von 600 auf 806 Lumen. ©digitalzimmer

Modell: A60
Typenbezeichnung:
LCT007
Leistungsaufnahme: 10 Watt, 80mA
Helligkeit: 806 Lumen
Aufschrift: Philips Hue white and color (dunkelgrau)
Schaft:
 Metall + Kunststoff, Perlmuttweiß
Kuppel: Glas
Gewicht: 117 Gramm

Mit der zweiten Generation stieg die Lichtausbeute auf 806 Lumen, was einer 60-Watt-Glühlampe entspricht. Dieser Wert wurde bis heute beibehalten. Gleichzeitig kletterte der Energieverbrauch von 8,5 auf 10 Watt. Weiteres Erkennungsmerkmal: Die Bezeichnung Hue white and color in anthrazitfarbener Schrift. Die Lampen lassen sich etwas weiter herunterdimmen als die erste Generation, zeigen aber immer noch Defizite bei Blau- und Grüntönen. Wer sie für Hue Entertainment nutzen will, bekommt eine Warnung in der App, dass die Leuchtmittel für diesen Zweck „nicht empfohlen“ sind.

3. Generation (2016)
Die dritte Lampen-Generation brachte kräftigere Blau- und Grüntöne. ©digitalzimmer
Die dritte Lampen-Generation brachte kräftigere Blau- und Grüntöne. ©digitalzimmer

Modell: A60
Typenbezeichnung:
LCT010
Leistungsaufnahme: 10 Watt, 70mA
Helligkeit: 806 Lumen,
Aufschrift: Philips Hue white and color (bronzefarben)
Schaft:
 Kunststoff, weiß
Kuppel: Kunststoff
Gewicht: 131 Gramm

An Gewicht hat die dritte Generation wieder etwas zugelegt. Helligkeit und Leistungsabnahme sind gleich geblieben – bei nochmal reduziertem Betriebsstrom (70 Milliampere). Wesentliche Neuerung ist jedoch die bessere Farbwiedergabe. Zum ersten Mal können die E27-Hue-Lampen ein kühles Blau und sattes Türkis wiedergeben. Auch Flaschengrün wird nicht mehr ins Gelbe verschoben. Damit eignet sich die dritte Generation in vollem Umfang für Hue Entertainment und kann mit der Farbqualität des Lightstrip Plus mithalten. Zu erkennen ist die Fortschritt auch an einem grünen Emblem auf der Verpackung. Es trägt die Aufschrift „Richer Colors“.

4. Generation (2018)
Die aktuelle Hue-Generation ist deutlich leichter als ihre Vorgänger. ©digitalzimmer
Die aktuelle Hue-Generation ist deutlich leichter als ihre Vorgänger. ©digitalzimmer

Modell: A60
Typenbezeichnung:
LCT014/LCT015/LCT016
Leistungsaufnahme: 9,5 Watt, 65mA
Helligkeit: 806 Lumen,
Aufschrift: Philips Hue white and color (bronzefarben)
Schaft:
 Kunststoff, weiß
Kuppel: Kunststoff
Gewicht: 72 Gramm

Die jüngste Version der E27-Lampe kam Anfang 2018 auf den Markt. Sie ist äußerlich an ihrem weißen Ring um den Gewindefuß zu erkennen. Bisher war dieser Isolator immer Schwarz. Außerdem ist der Übergang zwischen Gewinde und Kunststoffschaft abgerundet, bei den Vorgängern gab es hier eine harte Kante. Wer die vierte Generation in die Hand nimmt, dem fällt sofort das geringe Gewicht auf. Mit 72 Gramm ist die Lampe deutlich leichter geworden. Sie fühlt sich nicht mehr so solide an. Durch optimierte Bauteile konnte Philips offenbar Masse einsparen und braucht weniger Kühlkörper. Dafür spricht auch der gesunkene Energieverbrauch. Er ging wieder um ein halbes Watt auf 9,5 W zurück, der Betriebsstrom schrumpfte nochmals, auf nun 65 mA.  Helligkeit und Farbqualität sind gleich geblieben. Auch die aktuelle Version trägt das Logo „Richer Colors“ auf der Verpackung.

Werbung:
Philips Hue bei Amazon kaufen

4 Gedanken zu „Hue-Generation 1 bis 4 – das sind die Unterschiede“

  1. Moin, was mich mal interessieren würde. Hat sich das Verhalten der Hues in Hinblick auf die minimale Helligkeit verändert? Meine Hues der ersten Generation sind auch bei 1% doch noch sehr hell, können die neusten noch weniger?

    1. Die Prozentangabe in der Hue-App stimmt mit dem tatsächlichen Dimmerwert nicht überein. Die erste Hue-Generation lässt sich nur auf etwa 10 Prozent dimmen, auch wenn 1 % in der App angezeigt wird. Mit der zweiten Generation hat Philips das Dimverhalten verbessert. Ich habe keine Möglichkeit das zu messen aber würde schätzen, die minimale Helligkeit liegt jetzt bei 5 bis 8%. Völlig herunterdimmen oder stufenlos aufblenden kann nach meiner Erfahrung nur die Hue Go. Deshalb wird sie auch gerne als Lichtwecker eingesetzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.