V-Home: das Smartthings-Starter-Kit von Vodafone. ©digitalzimmer

V-Home: Deutschland-Start für Samsung SmartThings

SmartThings ist in Deutschland angekommen – dank Vodafone. Der Netzbetreiber hat den Vertrieb des Smarthome-Systems von Samsung übernommen und es zu einem Teil seines Angebots gemacht. Unter dem Namen V-Home gibt es seit kurzem ein Starterkit für die Hausüberwachung. Es enthält die SmartThings-Zentrale, eine Kamera, die Samsung-Sirene und einen Tür-/Fensterkontakt. Zum Gerätepreis von 340 Euro kommen noch laufende Kosten für den V-Home-Service hinzu. Er schlägt mit 9,99 Euro im Monat zu Buche und hat eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren. Danach ist der Vertrag monatlich kündbar. Während der Startphase gewährt Vodafone übrigens Rabatt: Die ersten drei Monate sind gratis.

V-Home: Alarm-Assistent und Videoarchiv für SmartThings

Der V-Home-Dienst erweitert SmartThings um ein paar nützliche Funktionen. So stellt er zu Beispiel einen Cloud-Speicher für automatische Aufnahmen der Videokamera zur Verfügung.  Er fasst bis zu 10 Gigabyte an Daten und hält die Aufnahmen 14 Tage lang vor. Danach werden sie automatisch gelöscht. Mobilfunkkunden von Vodafone können dabei ohne Einschränkung auf die Kameras zugreifen und Videos am Smartphone ansehen. Das Streaming wird nicht auf ihr Datenvolumen angerechnet. Auch im Ausland nicht, was die Überwachung am Urlaubsort erleichtert.

Wer die SIM-Karte eines anderen Netzbetreibers besitzt, muss auf diesen Vorteil verzichten. Er kann aber die übrigen Extras nutzen. Allen voran: den Alarm-Assistenten. Er ruft nacheinander bis zu fünf verschiedene Telefonnummern an, wenn das System einen Zwischenfall meldet. So lassen sich auch Nachbarn oder Familienmitglieder informieren – sofern sie ein Handy besitzen. Denn: Die V-Home-App von Vodafone akzeptiert bislang nur Mobilfunk-Nummern als Anrufziel. Update: In einer früheren Version des Textes hieß es, auch Festnetz-Anschlüsse würden benachrichtigt. Das stimmt nicht. Wir haben diese Aussage korrigiert.

Der V-Home-Dienst fügt sich nahtlos in die App von SmartThings ein. ©digitalzimmer
Der V-Home-Dienst fügt sich nahtlos in die App von SmartThings ein. ©digitalzimmer
Samsung SmartThings wächst mit den Ansprüchen

Das V-Home-Startpaket ist mit anderen Produkten erweiterbar. Vodafone bietet ein Automation Kit mit Bewegungsmelder, LED-Lampe und Funksteckdose für knapp 90 Euro an. Das ebenfalls erhältliche Detection Kit (100 Euro) fügt Wassersensor und Rauchmelder hinzu. Doch das ist nur ein kleiner Teil der möglichen Komponenten. Mit den Funkstandards Z-Wave- und Zigbee unterstützt die SmartThings-Zentrale viele Produkte von Herstellern wie Aeon Labs, Aeotec, Danfoss und Fibaro. Über das Heimnetzwerk lassen sich weitere Geräte einbinden. So arbeitet SmartThings zum Beispiel mit Arlo-Kameras von Netgear zusammen. Die drahtlosen Lichtsysteme Philips Hue und Osram Lightify sind ebenso steuerbar wie WLAN-Lautsprecher von Bose oder Sonos. Im Alarmfall heult dann nicht nur die Sirene auf. Es geht auch überall im Haus das Licht an und die Lautsprecher spielen zur Abschreckung Hundegebell ab.

Hinzu kommen Samsung-Hausgeräte, die SmartThings unterstützen. Laut Hersteller sind das nahezu alle Modelle mit WLAN-Funktion. Auf jeden Fall gehören die Flaggschiff-Produkte dazu. Aktuell: die Backöfen der Serie NV7700, Kühlschränke mit Family Hub, die Waschmaschine WW8800, der Waschtrocker WD8800 und der Saugroboter VR7070. Voraussetzung: Sie müssen mit dem WLAN verbunden sein. Aktuelle Samsung-Fernseher zeigen dann auch den Betriebszustand der Geräte am Bildschirm an (siehe unten).

SmartThings-Anzeige auf einem aktuellen Frame-TV von Samsung. ©digitalzimmer
SmartThings-Anzeige auf einem aktuellen Frame-TV von Samsung. ©digitalzimmer

digitalzimmer.de meint: In den USA, Kanada, Großbritannien und Irland gibt es SmartThings schon länger. Das System vernetzt eigene und fremde Produkte per Funk miteinander und gehört damit zu den vielseitigsten Lösungen auf dem Markt. Dass der Erwerb hierzulande an ein kostenpflichtiges Vodafone-Abo geknüpft ist, verteuert den Einstieg. Über die Laufzeit von 24 Monaten entstehen Gesamtkosten von rund 430 Euro. Dafür gibt es aber auch eine Videoüberwachung mit Cloud-Speicher und die telefonische Benachrichtigungen, wenn zu Hause etwas passiert. Diese Funktionen kosten bei anderen Smarthome-Anbietern ebenfalls extra.

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