Die erste HomeKit-Kamera auf dem deutschen Markt heißt Omna 180 und kommt von D-Link. Bild: Hersteller

Erste HomeKit-Kamera: Omna 180 von D-Link

Die erste HomeKit-Kamera auf dem deutschen Markt heißt Omna 180 Cam HD und kommt von D-Link. Sie ist über den Apple-Store erhältlich und kostet rund 230 Euro. Dass der taiwanesische Hersteller an einer Überwachungskamera für HomeKit arbeitet, ist schon länger bekannt (wir berichteten). Auch Withings hat fürs erste Quartal 2017 ein Modell angekündigt. Allerdings ist die Home Plus noch nicht soweit. So kann D-Link den Lorbeer alleine ernten.

Eine Lösung für die Videoüberwachung fehlte bislang im HomeKit-Sortiment. Zwar unterstützt das iPhone-Betriebssystem iOS 10 seit letztem Jahr auch Videokameras. Allein: Es gab keine Geräte dafür. Die HomeKit-Kamera von D-Link ist das erste Modell, das sich in die Haussteuerung von Apple integrieren lässt. Zum Einrichten hat D-Link eine eigene App programmiert, die gleichzeitig erweiterte Funktionen bieten soll. Zur Bedienung eignet sich aber auch die Home-App von iOS 10 oder jedes andere HomeKit-Programm. Laut Hersteller kommt der Name Omna vom lateinischen „omnis“, was soviel bedeutet wie alles, ganz oder jeder. Die Zahl 180 steht für den Blickwinkel: Mit ihrem 180-Grad-Weitwinkelobjketiv soll die Kamera quasi alles und jeden im Blick behalten.

Hinter dem schwarzen Kunststoff am Gehäuse sitzen Infrarot-LEDs für die Nachsicht-Funktion. Bild: D-Link
Hinter dem schwarzen Kunststoff am Gehäuse sitzen Infrarot-LEDs für die Nachsicht-Funktion.

Zwei Infrarot-LEDs rechts und links vom Objektiv leuchten die Umgebung im Dunkeln aus. Laut D-Link reichen sie fünf Meter weit und ermöglichen klare Nachtaufnahmen. Die Videoauflösung beträgt 1920 x 1080 Pixel (1080p) und ein Steckplatz für MicroSD-Karten erlaubt automatische Mitschnitte, sobald die Kamera eine Bewegung feststellt. Dann schickt HomeKit auf Wunsch auch eine Benachrichtigung aufs iPhone. Über Lautsprecher und Mikrofon in der Kamera kann der Nutzer mit Personen zu Hause sprechen.

Wie bei HomeKit üblich, ist für den Zugriff von unterwegs aus ein Hub in der Wohnung nötig. Das kann ein Apple TV der vierten Generation sein (die 3. Generation der Set-Top-Box unterstützt keine Kameras) oder ein iPad mit iOS 10, das zu Hause am Stromnetz hängt. Ohne einen Hub sind HomeKit-Geräte nur zu Hause steuerbar – entweder per Bluetooth oder über das lokale WLAN.

digitalzimmer.de meint: Die Omna 180 Cam HD ist ein dringend benötigter Mosaikstein im HomeKit-Puzzle. Sie erweitert das Smarthome von Apple um Überwachungsfunktionen. Gleichzeitig kann sie als Auslöser für weitere Geräte dienen und das Licht einschalten, wenn jemand den Flur betritt. Vor allem aber: Sie ist mit Modellen anderer Hersteller kombinierbar. So kann eine Withings Home Plus mit Spieluhr das Kinderzimmer übernehmen; im Flur steht vielleicht die D-Link Omna 180 und auf der Terrasse verrichtet das Outdoor-Modell eines dritten Anbieters seinen Dienst. Alles zentral gesteuert von der Home-App am iPhone. So ein Smarthome nach dem Baukasten-Prinzip, das hat schon ´was.

Fotos: D-Link

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