Grohe Sense überwacht das Haus mit drahtlosen Sensoren auf Wasserschaden. Bild: Hersteller

Grohe Sense: smarter Schutz vor Wasserschaden

Der Armaturenhersteller Grohe steigt in die Hausüberwachung ein. Ab Mai bietet das Unternehmen drahtlose Sensoren an, die einem Wasserschaden in der Wohnung vorbeugen sollen. Dazu gibt es zwei Produkte: Grohe Sense (60 Euro) überwacht gefährdete Stellen im Haus und erkennt zum Beispiel, ob an der Waschmaschine oder Spüle Wasser austritt. Er verbindet sich mit dem WLAN und schlägt am Smartphone Alarm, wenn es soweit ist. Außerdem soll er Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur messen, um vor Frostschäden oder Schimmelbildung zu warnen. Die Lebensdauer der Batterie gibt Grohe mit bis zu vier Jahren an.

Grohe Sense erkennt einen Wasserautritt in der Wohnung und warnt per WLAN. Bild: Hersteller
Grohe Sense erkennt einen Wasseraustritt und warnt per WLAN. Bild: Hersteller

Für den Einsatz an unzugänglichen Stellen lässt sich der Fühler per Kabel verlängern. So reicht sein Sensor zum Beispiel bis unter die Waschmaschine. Hinzu kommt eine Variante mit Netzanschluss namens Grohe Sense Plus. Sie ist für Ferienwohnungen und andere Gebäude gedacht, die häufig unbewohnt sind. Im Unterschied zur Batterieversion liefert sie konstant Daten an die App. So kann der Smarthome-Besitzer jederzeit nachschauen, welche Temperatur oder Luftfeuchtigkeit im überwachten Domizil herrscht.

Grohe Sense Guard: automatischer Wasser-Absperrhahn

Einen deutlichen Schritt weiter geht der Wasserschutz mit Grohe Sense Guard (500 Euro). Das Produkt wird vom Handwerker installiert und sitzt hinterm Hausanschluss in der Wasserleitung. Dort kontrolliert es den Wasserdruck und erkennt kleinste Abweichungen im Verbrauchsverhalten. Intelligente Algorithmen sollen nicht nur auf einen Rohrbruch reagieren, sondern auch warnen, wenn die Leitung durch kleine Lecks tropfenweise Wasser verliert. Je nach Einstellung stellt der Sense Guard dann automatisch das Wasser ab oder warnt per App. Dasselbe gilt für drohende Frostschäden. Praktischer Nebeneffekt: Der Nutzer erhält eine lückenlose Dokumentation seines Wasserverbrauchs. So weiß er schon vor der Jahresrechnung seines Versorgers, was auf ihn zukommt.

Der Sense Guard erkennt einen Rohbruch und stellt automatisch das Wasser ab. Bild: Hersteller
Der Sense Guard kommt in die Wasserleitung und überwacht den Druck. Bild: Hersteller

digitalzimmer.de meint: Smarte Technik in der Wasserinstallation – das hieß bislang vor allem digitale Armaturen und Duschszenarien mit programmierbarer Wassertemperatur. Auch Grohe bietet solche Lösungen an. Der Ansatz von Grohe Sense ist aber ein völlig anderer. Er stellt den Nutzen in den Vordergrund – ohne Luxus und Lifestyle. Wie Rauchmelder und Türsensoren gehören Sicherheitsprodukte zu den am meisten nachgefragten Smarthome-Lösungen. Da sind Wassermelder eine gute Gelegenheit, den Fuß in die Tür des vernetzten Hauses zu bekommen. Installations-Produkte wie den Sense Guard bieten die meisten Smarthome-Hersteller ohnehin nicht an. Zu den wenigen Ausnahmen gehört der Wibutler Pro mit seiner Lösung von Afriso. Innogy hat zusammen mit dem Versicherungsunternehmen Axa einen Wasserwächter entwickelt. Und dann gibt es natürlich noch völlig eigenständige Systeme für den sogenannten Leckage-Schutz – etwa von SYR.

Aufmacherfoto: Grohe

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