Actions machen den Google Home schlauer. @digitalzimmer

Actions machen den Google Home schlauer

Google beseitigt einen Kritikpunkt an seinem digitalen Assistenten. Mit den neuen „Actions on Google“ kann die Künstliche Intelligenz dazulernen und spezielle Online-Angebote aufrufen. Bislang waren Nutzer auf die Vorauswahl von Google angewiesen. Sie durften keinen bestimmten Wetterdienst um Rat fragen oder Rezepte aus ihrer bevorzugten Datenbank abfragen. Mit Actions geht das nun.

Actions stehen außer auf dem Google Home auch am Smartphone zur Verfügung. ©digitalzimmer
Actions stehen außer auf dem Google Home auch am Smartphone zur Verfügung.

Die kleinen Sprach-Apps erinnern an Alexa-Skills auf dem Amazon Echo – nur müssen sie nicht extra installiert werden. Ein Aufruf mit dem Namen des Dienstes genügt. Das Kommando dazu heißt „Rede mit …“. Wer zum Beispiel „Rede mit TV-Spielfilm“ sagt, öffnet einen Kanal zum Server der Programmzeitschrift. Eine männliche Stimme begrüßt den Nutzer im Sprachdialog von TV-Spielfilm und fragt nach seinen Wünschen. Er kann nun zum Beispiel nach dem Fernsehprogramm für eine bestimmte Uhrzeit fragen oder gesagt bekommen, was gerade auf den verschiedenen Kanälen läuft.

Ähnlich verhält es sich im Geschenkefinder von Zalando, oder mit Wetter Online. Auch die Einkaufsliste Bring, der Radiosender Rock-Antenne und Comdirect nutzen bereits die neuen Möglichkeiten. Es dürften schnell weitere hinzukommen, denn ab sofort können Softwareentwickler ihre eigenen Online-Dienste mit dem Google Assistant verknüpfen. Eine Entwicklerseite im Internet sagt, wie. Besonderer Clou: Die Actions sollen die Stimmerkennung des Google Assistant nutzen. So landet zum Beispiel die Milch automatisch auf der Einkaufsliste des aktiven Familienmitglieds.

digitalzimmer.de meint: Darauf haben Besitzer eines Google Home oder Google Home Mini (Bild oben) gewartet. Mit den neuen Actions rücken Angebote wie die sprachgeführte Bahnauskunft in greifbare Nähe. Ein Verzeichnis wäre nicht schlecht, wie es Amazon für seine Alexa-Skills bereits führt. Aktuell gibt weder die Google-Home-App noch das Internet Auskunft über die verfügbaren Angebote. Der Nutzer muss durch Ausprobieren oder Blog-Beiträge wie diesen herausfinden, was bereits funktioniert. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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