10 Sonos-Tipps, die jeder Nutzer des Systems kennen sollte. ©digitalzimmer

10 Sonos-Tipps, die jeder Nutzer kennen sollte

Das Multiroom-Audiosystem von Sonos ist bekannt für seine einfache Bedienung. Grundfunktionen erklären sich von selbst. Mit etwas Know-how lässt sich aber noch deutlich mehr aus den beliebten WLAN-Playern herausholen. Hier kommen zehn Sonos-Tipps, die jeder Nutzer des Systems kennen sollte.

1. Lautsprecher mit einem Tastendruck gruppieren

Der Play/Pause-Button am Gerät [>II] startet normalerweise die Wiedergabe oder hält sie an. Er kann aber noch mehr. Wer die Taste länger gedrückt hält, holt die Musik des zuletzt aktiven Raums auf den Player. Beim Loslassen sind der entfernte Lautsprecher und das aktuelle Modell dann gruppiert. Gibt es mehrere Hörzonen mit unterschiedlichem Musikprogramm, springt jeder Tastendruck einen Raum weiter.  So lässt sich ohne App ein laufendes Programm auswählen und auf den gerade benutzten Player bringen. Der umgekehrte Weg klappt natürlich auch: Langer Druck auf einen verbundenen Player nimmt ihn aus der aktuellen Gruppe heraus und schaltet ihn augenblicklich stumm.

Ein langer Druck auf die Play-Taste (oben) gruppiert den Lautsprecher mit anderen Räumen. ©digitalzimmer
Ein langer Druck auf die Play-Taste (oben) gruppiert den Lautsprecher mit anderen Räumen.
2. Die Wiedergabe vom Sperrbildschirm aus steuern

Sowohl Android-Geräte als auch iPhone & Co. zeigen Steuerelemente der Sonos-App auf ihrem Startbildschirm. So lässt sich eine laufende Wiedergabe schnell anhalten, in der aktuellen Playliste vor und zurück springen oder die Gesamtlautstärke ändern – ohne das Smartphone entriegeln zu müssen. Praktisch, oder?

Android und iOS (Bild) zeigen die aktuelle Wiedergabe auf dem Sperrbildschirm. ©digitalzimmer
Android und iOS (Bild) präsentieren die aktuelle Wiedergabe auf dem Sperrbildschirm.
3. Eine Smartwatch sagt, was gespielt wird

Noch so ein nettes Extra der Smartphone-Betriebssysteme: Besitzer einer Smartwatch bekommen die Playeranzeige aufs Uhrendisplay gespiegelt. Das funktioniert mit iOS und der Apple Watch genauso wie auf Uhren, die Android Wear verwenden. Wiedergabesteuerung im Handumdrehen sozusagen.

Die Sonos-App spiegelt ihre Wiedergabesteuerung auf die Apple Watch (Bild) oder Android-Uhren. ©digitalzimmer
Die Sonos-App kommuniziert auch mit der Apple Watch (Bild) oder Android-Wear-Uhren.
4. Titelsprung durch Wischen am Gerät

Mit dem Play:5 hat Sonos ein neues Bedienfeld eingeführt. Playbase und Play One setzen die Entwicklung fort. Statt mechanischer Knöpfe steuern nun berührungsempfindliche Sensorflächen die Wiedergabe. Den Feldern rechts und links vom Play/Pause-Button [>II] kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Direkte Berührung hebt die Lautstärke an (rechte Fläche) oder senkt sie ab. Wer seitwärts über beide Felder wischt, springt dagegen von Titel zu Titel. Von links nach rechts rückt in der Wiedergabeliste weiter vor, eine entgegengesetzte Bewegung kehrt zum Anfang oder letzten Titel zurück. Ein hochkant aufgestellter Play:5 passt die Funktion automatisch an: Der obere Sensor ist dann für „lauter“ zuständig, der untere für „leiser“. Entsprechend springt man mit einem Wischer nach oben nach vorn, die Bewegung nach unten führt zurück. Wer mag, kann die „Touch Controls“ in der App aber auch abschalten.

Die Sensorflächen mit vier Punkten sind für Lautstärke und Titelsprung zuständig. ©digitalzimmer
Die Sensorflächen mit vier Punkten sind für Lautstärke und Titelsprung zuständig.
5. Die Verbindung von WLAN auf Sonos-Net umstellen

In einer Wohnung mit stabilem WLAN können die Sonos-Geräte direkt am Router angemeldet sein. Kommt es zu Aussetzern oder Verbindungsabbrüchen empfiehlt sich aber ein Wechsel auf das Sonos-eigene Funknetz. Dazu muss wenigstens einer der Player per LAN-Kabel an den Router angeschlossen sein. Die Lautsprecher bauen dann untereinander eine Verbindung zum nächstgelegenen Player auf, was Stabilität und Reichweite vergrößert. Stottert die Wiedergabe weiterhin, kann ein Sonos Boost die Funklöcher stopfen. Die Zusatzbox am Router sorgt mit drei integrierten Antennen und einer speziellen Störunterdrückung für optimale Funkversorgung.

Die kleine Klinkenbuchse am Play:5 bringt externe Musik auf das Sonos-System. ©digitalzimmer
Mit seinem LAN-Anschluss eignet sich jeder Player auch als Funkzentrale für das Sonos-Net.
6. Über das Sonos-Netzwerk online gehen

Der Hersteller hängt es nicht an die große Glocke aber ein Sonos-Net (siehe Tipp Nr. 5) kann mehr als nur Musik verteilen. Über das Mesh-Netzwerk sind alle Player mit dem Internet verbunden – und diesen Zugang stellen sie via LAN-Anschluss auch anderen Geräten zur Verfügung. Wer ein Notebook per Netzwerkkabel an den Lautsprecher anschließt, kann damit im Internet surfen. Es empfiehlt sich allerdings, die Datenmengen gering zu halten, um die Musikwiedergabe nicht zu stören. Schließlich will Sonos mit seinem Funknetz WLAN-Probleme lösen. Exzessives Streaming von HD-Videos würde dagegen neue schaffen. Eine drahtlose Verbindung ins Sonos-Net ist nicht vorgesehen. Einzige Ausnahme: Android-Geräte können sich einloggen, um die Sonos-Wiedergabe zu steuern. Eine Option in den „Erweiterten Einstellungen“ der Sonos-App für Android schaltet diese Funktion frei.

7. Daumen hoch oder runter: Musiktitel bewerten

Wer einen Streaming-Dienste wie Amazon Music oder Google Play Music verwendet, hat vielleicht schon die Daumensymbole im Abspielfenster der App entdeckt. Sie erscheinen nur bei sogenannten Radiostationen, also dynamischen Playlisten zu bestimmten Stimmungen oder Genres.  Mit ihrer Hilfe kann der Nutzer die Zusammenstellung der Wiedergabeliste beeinflussen. Daumen hoch bedeutet „gefällt mir“, der Streaming-Dienst versucht dann mehr Titel im selben Stil zu liefern. Daumen runter drückt das persönliche Missfallen aus. Der Song dient dann als Negativbeispiel für den weiteren Musikmix. Wie gut die Sache funktioniert, hängt vom Algorithmus des Anbieters ab. Sonos ist daran unbeteiligt. Die Auswertung findet auf dem Streaming-Server statt.

Per Daumensymbol können Nutzer über das Programm von Steaming-Diensten abstimmen. ©digitalzimmer
Per Daumensymbol können Nutzer über das Programm von Steaming-Diensten abstimmen.
8. Lautsprecher einmessen mit Trueplay

Eine ungünstige Aufstellung nahe an der Wand oder in Raumecken wirkt sich negativ auf den Klang von Lautsprechern aus. Mit Trueplay arbeitet Sonos dagegen. Die clevere Funktion nimmt über das Mikrofon im Smartphone diverse Testtöne auf und stellt den Frequenzgang der Box so ein, dass sie möglichst ausgeglichen klingt. In fast allen Fällen bringt das eine hörbare Klangverbesserung. Leider gibt es die Einstellung nur in der iOS-App von Sonos. Die Mikrofone in Android-Geräten sind nicht standardisiert genug, um eine zuverlässige Funktion zu gewährleisten. Wer kein iPhone besitzt, kann sich für die Einmessung aber eins ausleihen. Es ist nach der Konfiguration nicht mehr notwendig. Sämtliche Trueplay-Einstellungen werden auf den Geräten gespeichert.

Die Trueplay-Funktion nutzt das iPhone-Mikrofon, um die Raumakustik zu bestimmen.
9. Force-Touch auf Apple-Geräten nutzen

Aktuelle iPhone- und iPad-Modelle erkennen, ob mehr oder weniger Druck auf den Touchscreen ausgeübt wird. Sonos verwendet diese Force-Touch-Funktion, um Steuerelemente auf dem Homescreen einzublenden. Starker Druck auf das App-Symbol bringt ein Fenster zum Vorschein. Hier lässt sich die Wiedergabe anhalten und starten oder direkt in die App zur Favoritenliste „Mein Sonos” springen.

Ein fester Druck auf das App-Icon öffnet in iOS zusätzliche Optionen. ©digitalzimmer
Ein fester Druck auf das App-Icon öffnet in iOS direkte Wiedergabe-Optionen.
10. Quellen am Audioeingang automatisch wiedergeben

Über den Line-Eingang am Play:5, Connect oder Connect:Amp lassen sich Musiksignale von anderen Geräten in das Sonos-System einspeisen. Was kaum jemand weiß: Die Sonos-Player können automatisch mit der Wiedergabe beginnen, sobald ein Signal am Eingang anliegt. Die sogenannte Autoplay-Funktion ist am Werk deaktiviert. In den Raumeinstellungen lässt sie sich einschalten. Danach wechselt der Player von selbst zum Eingang, wenn die Wiedergabe am Zuspieler beginnt. Praktisch, um etwa den Ton eines Echo Dot von Amazon auf das System zu bringen – oder um AirPlay mit einer AirPort-Express-Station zu realisieren.

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